Teebaumöl für die Zähne, bei Zahnfleischentzündung & Mundgeruch

Bei Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch kann Teebaumöl seine Wirkung voll entfalten. Die Kraft dieses ätherischen Öls vernichtet Bakterien aller Art zuverlässig und hilft, eine gesunde Mundflora aufzubauen und zu pflegen. Hier erfahren Sie, wie Sie Teebaumöl bei der Zahnpflege wirkungsvoll einsetzen.

Teebbaumöl für die Zähne

Teebaumöl und Zähne: Starke Partner

Ihre Zähne sind nur so gut wie Ihre Pflege. Das Zähneputzen mit der Bürste ist die Basis der täglichen Zahnpflege. Damit Teebaumöl Zähne rundum pflegt, sollten Sie sich die Vorteile dieses Öls nicht nur bei Zahnpasta zu nutze machen, sondern auch bei Mundspülungen, die auf das Zähneputzen und die Reinigung der Zahnzwischenräume folgen.

Zahnärzte empfehlen, nach dem Bürsten die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder Zahnreinigungsbürsten zu säubern. Das wirkt nicht nur Zahnfleischentzündungen entgegen, sondern vermindert auch Mundgeruch. In den schwer zugänglichen Stellen kann die Plaque nach Herzenslust gedeihen, wenn Sie nicht regelmäßig dagegen vorgehen. Unter Plaque versteht man einen Biofilm aus Speichel und Keimen, der den Zahnschmelz überzieht. Wird er nicht regelmäßig beseitigt, verdichtet er sich mit Kalziumphosphat aus dem Speichel zu Zahnstein.

Zahnschmelz an sich ist eine enorm widerstandsfähige Substanz. Er ist härter als Knochen, kann beim Beißen regelmäßig bis zu 800 Newton Kraft aushalten und schützt den eigentlichen Zahn vor Kälte und Infektionen. Zucker macht dem Zahnschmelz allerdings zu schaffen. Er produziert im Verein mit Bakterien Säure, die den Zahnschmelz angreift, porös macht und so zu Karies führt. Tägliche Zahnpflege mit Teebaumöl wirkt nicht nur Karies entgegen, die umfassende Wirkung von Teebaumöl gegen Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten bekämpft auch Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch wirksam.

Bevor Sie Teebaumöl in der Zahnpflege verwenden, sollten Sie unbedingt einen Verträglichkeitstest durchführen. Massieren Sie dafür verdünntes Teebaumöl (3 Tropfen auf 1 Teelöffel Öl) in die dünne Haut der Arminnenseiten ein. Stellen sich nach 1 Stunde keine Nebenwirkungen ein, können Sie Teebaumöl verwenden. Allerdings sollten Sie diese starke Substanz niemals pur auftragen. Unverdünntes Teebaumöl kann die Haut reizen und zu Kontaktallergien führen. Achten Sie auch darauf, stets frisches Öl zu verwenden, denn Teebaumöl oxidiert schnell.

Teebaumöl bei Zahnfleischentzündung

Können Sie Teebaumöl pur auf das Zahnfleisch auftragen? Unverdünntes Teebaumöl ist ungemein stark und kann sogar die normale Haut reizen. Die Schleimhaut im Mund ist mit Geschmacksrezeptoren ausgestattet. Wenn Sie Teebaumöl pur auf das Zahnfleisch auftragen, riskieren Sie nicht nur allergische Reaktionen. Sie haben auch mit dem sehr markanten, harzigen Geschmack des Teebaumöls zu kämpfen. Während manche Menschen den Geruch als angenehm empfinden, lehnen die meisten Personen den Geschmack rundweg ab. Es ist deshalb besser, Teebaumöl mit anderen Zutaten bekömmlicher für Haut und Geschmacksnerven zu machen.

Von Gingivitis zu Parodontitis

Eine normale Zahnfleischentzündung bezeichnen Mediziner als Gingivitis, die sich jedoch zur chronischen Parodontose mit Zahnverlust entwickeln kann. Gingivitis hat den Nachteil, dass sie nicht mit Schmerzen verbunden ist. Bakterien dringen dabei in das Zahnfleisch ein. Es kommt zu Schwellungen und Rötungen. Sie erkennen eine normale Zahnfleischentzündung daran, dass Ihr Zahnfleisch beim Putzen blutet oder wenn Sie etwas Hartes essen, zum Beispiel einen Apfel. Rund 80 Prozent aller Deutschen leiden mehr oder weniger regelmäßig an Zahnfleischentzündung.

Wird die Gingivitis nicht behandelt, kann sie chronisch werden. Nach und nach lockert sich das entzündete Zahnfleisch am Zahnhals. Es bildet sich zurück, die Zahnhälse kommen zum Vorschein. Die Entzündung kann auf den Kieferknochen und andere Körperbereiche übergreifen, den gesamten Körper schwächen und Ihr Risiko für Herzkrankheiten und Arteriosklerose erhöhen. Sie sollten eine einfache Zahnfleischentzündung deshalb nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern regelmäßig bei der Zahnpflege Entzündungen vorbeugen.

Mundspülung und Hygienemaßnahmen

Nach dem Zähneputzen mit Teebaumöl-Zahnpasta können Sie den Aufbau von Plaque mit einer Mundspülung verzögern. Sie können dafür natürlich ein paar Tropfen Teebaumöl ins Gurgelwasser geben und kräftig umrühren. Allerdings vermischt sich ätherisches Öl nicht so ohne weiteres mit Wasser. Natron, auch Backsoda oder Speisesoda genannt, ist ein Emulgator, der sich für Mundspülungen eignet. Im Notfall können Sie auch Backpulver nehmen. Um den allzu durchdringenden Geschmack des Teebaumöls beim Mundwasser zu mildern, können Sie weitere ätherische Öle zufügen, etwa Pfefferminz-, Lavendel- oder Orangenöl.

Folgendes Rezept ergibt eine Mundspülung, die sich bis zu 2 Wochen lang hält.

  • 200 ml Wasser
  • 5 Tropfen Teebaumöl
  • 5 Tropfen ätherisches Öl Ihrer Wahl
  • 1 Teelöffel Natron

Geben Sie alle Zutaten in eine saubere Flasche und schütteln Sie kräftig, bis sich das Natron aufgelöst hat.

Wenn Sie an einer akuten Zahnfleischentzündung leiden, empfiehlt sich eine Mundspülung mindestens 3 mal am Tag, am besten nach dem Zähneputzen. Dafür nehmen Sie einen kräftigen Schluck Mundwasser in den Mund, etwa 20 ml. Bewegen Sie das Mundwasser mindestens 30 Sekunden lang im Mund herum, ideal wäre 1 Minute. Anschließend gurgeln Sie im Rachen, um den gesamten Rachenraum zu säubern. Zum Schluss spucken Sie das Mundwasser aus. Sie erhöhen die Wirkung der Spülung, wenn Sie nach der Spülung eine halbe Stunde lang nichts essen oder trinken. Teebaumöl sollten Sie niemals innerlich anwenden, da es Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann.

Zusätzlich zur Mundspülung sollten Sie die Säuberung der Zahnbürste nicht vergessen. Hier siedeln sich häufig unbemerkt Keime an, die Sie beim nächsten Zähneputzen im Mund verteilen. Zum Reinigen der Zahnbürste können Sie 2 Tropfen Teebaumöl pur auf die Zahnbürste tropfen, 5 Minuten einwirken lassen und anschließend abspülen. Sie können Ihre Zahnbürste auch kopfüber in ein Glas mit Salzwasser und Teebaumöl stellen. Lösen Sie dafür einen Teelöffel Salz in einem Glas heißen Wasser auf und fügen Sie 5 Tropfen Teebaumöl zu. Diese Lösung sollten Sie mindestens 1 mal pro Woche austauschen.

Teebaumöl gegen Mundgeruch

Wenn Sie unter Mundgeruch leiden, hilft Ihnen die oben beschriebene Mundspülung ebenfalls. Zahlreiche Keime im Rachenbereich können an Mundgeruch schuld sein. In jedem Mund tummeln sich Hunderte verschiedener Arten von Bakterien. Sie helfen dabei, die zerkleinerte Nahrung bereits im Mund zu verdauen. Normalerweise halten sich gesunde und schädliche Bakterien die Waage. Mundgeruch deutet jedoch an, dass ungesunde Bakterien die Überhand gewinnen.

Allerdings wird Mundgeruch häufig auch durch Störungen im Magen-Darm-Trakt verursacht. Diese Ursachen können Sie mit Teebaumöl nicht bekämpfen, da die Einnahme mit enormen Risiken verknüpft ist. Falls Mundspülungen mit Teebaumöl Ihren Mundgeruch nicht verschwinden lassen, sollten Sie zum Arzt gehen. Hinter hartnäckigem Mundgeruch kann sich eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) verbergen oder andere Krankheiten des Verdauungssystems. Unbehandelte Infektionen mit Helicobacter pylori können Geschwüre im Magen und am Zwölffingerdarm zur Folge haben, die sich mit der Zeit in Krebs verwandeln.