Teebaumöl bei Wunden

Anwendung bei offenen Wunden & Entzündungen

Author

Dr. Lisa Dinh

Lesedauer: 5:30 min

Letzte Änderung: 07.10.2019.

Teebaumöl wurde traditionell von den Aborigines bei offenen Wunden von eingesetzt. Es sicherte das Überleben der Verletzten. Richtig angewendet, kann es durchaus bei Wunden und Entzündungen helfen.

Teebaumöl ist ein universelles Heilmittel für alle Verletzungen, das Sie sogar auf offene Wunden und Entzündungen auftragen können. Allerdings gilt es, dabei einige Regeln zu beachten. Hier informieren wir Sie, wie Sie mit Teebaumöl Wunden richtig behandeln.

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von Hanna Fuchmann
Ich verwende Teebaumöl schon seit vielen Jahren gegen Akne & Fußpilz und ich bin mit der Qualität des Ysamin Teebaumöls sehr glücklich. Es riecht gut & ich bekomme keine Rötungen!
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Als Duftöl ganz okay und ich bin zufrieden. Für die Haut ist es aber leider nicht geeignet.
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Leider bin ich nicht überzeugt. Nur auf dem Bild sieht es gut aus. In der Realität ist die Pipette schlecht verarbeitet und das Öl hat einen extrem stechenden Geruch.
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Bei Teebaumöl handelt es sich um eine sehr starke Substanz, die Bakterien ebenso wirksam bekämpft wie Viren, Pilze und sogar Parasiten. Diese umfassende Wirkung macht Teebaumöl zu einem hervorragenden Hautmittel für offene Wunden und Entzündungen. Allerdings dürfen Sie das Öl nicht unverdünnt verwenden.

Wichtig: Die konzentrierte Form ist so potent, dass sie Nebenwirkungen wie Rötungen, Jucken und sogar Kontaktallergien verursachen kann. Sie können Wunden mit einer Dosierung von 3 Tropfen Teebaumöl in 1 Teelöffel Trägeröl behandeln.

Teebaumöl für Wundheilung

Wenn Sie sich verletzen, gilt es zunächst, die Wunde zu desinfizieren. Dafür eignet sich eine Kochsalzlösung mit Teebaumöl hervorragend, denn Teebaumöl fördert auch die Blutgerinnung. Kochen Sie dafür ½ Liter Wasser auf und lösen Sie 1 Teelöffel Salz darin auf, am besten Meersalz oder Himalayasalz. Nun rühren Sie 5 Tropfen Teebaumöl unter. Lassen Sie die Mischung etwas abkühlen, bevor Sie diese zum Waschen von Wunden verwenden. Sie können diese Salzlösung bis zu 7 Tage lang im Kühlschrank aufbewahren. Sie können die Salzlösung in Eiswürfelbehältern auch einfrieren. Falls Sie bei einer Verletzung keine Salzlösung mit Teebaumöl vorrätig haben, können Sie die Wunde zunächst mit normalem Wasser gründlich ausspülen. Lassen Sie die Wunde offen, bis Sie mit der abgekühlten Salzlösung nachspülen können.

Anschließend fördert eine Creme mit Teebaumöl die Wundheilung. Eine Creme lässt sich einfacher auftragen als Öl und bildet einen Film über der Wunde. Dieser Film schützt die offene Haut, wenn Sie ein Pflaster verwenden. Sie erhalten mineralölfreie Basiscreme in jeder Apotheke. Vermischen Sie für die Wundheilung 100 ml Basiscreme mit 7 Tropfen Teebaumöl. Verwenden Sie zum Vermischen sterile Löffel oder Einweg-Spachtel. Wenn die Wunde recht groß ist oder sehr nässt, decken Sie die Wunde mit einem Pflaster oder einer sterilen Mullbinde ab.

Teebaumöl bei Entzündungen

Durch seine stark antibakterielle, antivirale und antifungale Wirkung eignet sich Teebaumöl für alle Arten von Entzündungen - von Akne im Gesicht bis zu infizierten Wunden. Eitrige Wunden können Sie mit einer Kompresse behandeln, die Teebaumöl enthält. Lösen Sie dafür 1 Esslöffel Honig in 1 l warmem Wasser auf. Lassen Sie das Wasser abkühlen und mischen Sie 10 Tropfen Teebaumöl unter. Nun tränken Sie eine sterile Mullbinde oder ein sauberes Leintuch in dem kalten Wasser. Bedecken Sie die Wunde mit der Kompresse. Sobald Sie sich erwärmt, können Sie eine neue Kompresse auflegen. Wechseln Sie dafür das Tuch, damit Sie das Wasser nicht mit Keimen verunreinigen. Sie sollten die entzündete Wunde 2 mal am Tag mindestens eine halbe Stunde kühlen.

Teebaumöl bei Verbrennungen

Die häufigsten Wunden im Alltag sind nicht Schnittwunden, sondern Verbrennungen, zum Beispiel durch Bügeleisen, heiße Töpfe oder kochendes Wasser. Bei Brandwunden gilt es zunächst, die Wunde so schnell wie möglich zu kühlen. Halten Sie den betroffenen Bereich unter kaltes, fließendes Wasser oder tauchen Sie ihn in eine Schüssel mit Wasser ein, die Eiswürfel zusätzlich kühlen. Wenn der Schmerz nachlässt, können Sie eine Creme mit Teebaumöl auftragen. Creme fördert die Wundheilung, während Teebaumöl Infektionen vorbeugt.

Wann zum Arzt?

Kleine Wunden und Entzündungen können Sie mit Teebaumöl erfolgreich bekämpfen. Aber manchmal sollten Sie selbst bei kleinen Verletzungen einen Arzt aufsuchen. Wenn eine Wunde sehr tief ist und klafft, sollte sie genäht werden - auch wenn die Öffnung nicht sehr groß ist. Drücken Sie eine sterile Kompresse oder ein sauberes Tuch auf die Wunde, um die Blutung zu stillen. Lagern Sie das verletzte Körperteil hoch und gehen Sie sofort in die Notaufnahme oder zu einem nahen Hausarzt. Wunden sollten innerhalb von 2 Stunden genäht werden.

Bei entzündeten Wunden dagegen müssen Sie darauf achten, dass die Entzündung nicht auf die Blutbahn übergeht. Wenn sich in der Umgebung einer entzündeten Wunde ein roter Strich bildet, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. Spricht eine Wunde auf die Behandlung mit Teebaumöl nicht innerhalb von 2 Tagen an, sollten Sie ebenfalls einen Arzt sehen. Schmerzende, rote Ränder sowie Eiterbildung sind Anzeichen dafür, dass eine Entzündung sich ausbreitet, statt zu heilen.

Teebaumöl statt Antibiotika

Obwohl die genaue Wirkweise von Teebaumöl noch nicht hundertprozentig erforscht ist, beschäftigen sich immer mehr Wissenschaftler mit Teebaumöl. Studien zeigen unter anderem, dass Teebaumöl auch Bakterien vernichten kann, die Resistenzen gegen herkömmliche Antibiotika entwickelt haben. Vor allem Wissenschaftler in Australien, der Heimat von Teebaumöl, sind von der entzündungshemmenden Wirkung von Teebaumöl überzeugt. Sie entwickeln zur Zeit einen biochemischen Überzug mit Teebaumöl, der medizinische Geräte vor dem gefürchteten Biofilm schützen soll. Dabei handelt es sich um einen Belag mit verschiedenen Keimen, der medizinische Geräte in Krankenhäusern und Arztpraxen befällt.

Uncontrolled, open-label, pilot study of tea tree (Melaleuca alternifolia) oil solution in the decolonisation of methicillin-resistant Staphylococcus aureus positive wounds and its influence on wound healing.Al-Jumaili A, Kumar A, Bazaka K, Jacob MV. Plant Secondary Metabolite-Derived Polymers: A Potential Approach to Develop Antimicrobial Films. Polymers. 2018; 10(5):515.

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