Teebaumöl Zahnpasta im Test | welche ist die beste?

Im Mund- und Rachenraum sorgt Teebaumöl in Zahnpasta dafür, dass Karies und Entzündungen keine Chance haben, Zähne schön weiß werden und das Zahnfleisch gesund ist. Hier erhalten Sie einen Überblick über die besten Zahnpasten mit Teebaumöl und Rezepte für Teebaumöl Zahnpasta, die Sie in der eigenen Küche anrühren können.

Teebaumöl Zahnpasta

Teebaumöl in Zahnpasta? Ja!

Teebaumöl gilt heutzutage zu Recht als die Hausapotheke im Miniformat. Teebaumöl bekämpft erfolgreich Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten. Besonders hilfreich ist die Anwendung von Teebaumöl in der Zahnpasta. Durch Essensreste ist unser Mund ein wahres Schlaraffenland für Keime aller Art. Teebaumöl vernichtet hier nicht nur die Krankheitserreger, es hellt auch die Zähne auf und garantiert frischen Atem für viele Stunden. Zuerst macht das Teebaumöl allen Bakterien und Viren im Mund- und Rachenraum den Garaus. Anschließend entfaltet es seine entzündungshemmende Wirkung. Sie können den Effekt von Teebaumöl verstärken, indem Sie nicht nur Zahnpasta, sondern auch eine Mundspülung mit Teebaumöl verwenden.

Teebaumöl kann - innerlich angewendet - zu Vergiftungen führen. Sie sollten Zahnpasta und andere Zahnpflegeprodukte mit Teebaumöl deshalb immer sorgfältig ausspülen. Bevor Sie Teebaumöl für die Zahnpflege verwenden, empfiehlt sich ein Verträglichkeitstest. Verdünnen Sie dafür 3 Tropfen Teebaumöl in 1 Teelöffel Trägeröl und geben Sie diese Mischung auf die Arminnenseite. Zeigen sich auf der Haut keine Nebenwirkungen, können Sie Teebaumöl bedenkenlos verwenden.

Teebaumöl Zahnpasta im Test

Das renommierte Magazin Öko-Test hat einer Zahnpasta mit Teebaumöl die Note ‘Sehr Gut’ verliehen. One Drop Only erhielt die Bestnote wegen ihrer unbedenklichen Inhaltsstoffe und der antibakteriellen Wirkung von Teebaumöl, die nach Ansicht der Tester gemeinsam mit Fluorid einen überaus wirksamen Schutz vor Karies bietet. Insgesamt stellte Öko-Test bei dem Test im Jahr 2005 insgesamt 26 verschiedene Zahnpasten auf den Prüfstand. 5 Sorten erhielten ‘Sehr Gut’ und 2 weitere ein ‘Gut’. 12 Zahnpasten wurden als ‘Ausreichend’ oder ‘Schlecht’ bewertet.

Bedenkliche Inhaltsstoffe

Kommerziell hergestellte Zahnpasta wird häufig mit Zutaten hergestellt, die Ihre Gesundheit gefährden können. Deshalb finden Sie Warnhinweise auf den Zahnpastatuben. Mit selbst gemachter Zahnpasta vermeiden Sie folgende bedenkliche Inhaltsstoffe:

  • Aspartam
  • Mikroplastik
  • Triclosan

Aspartam: Dabei handelt es sich um einen umstrittenen Süßstoff, der in vielen Lebensmitteln vorkommt. Aspartame galt lange Zeit als unbedenklich. Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass Aspartame das Risiko für verschiedene Krebsarten und Hautkrankheiten erhöht. Außerdem soll es Depression und Gedächtnisverlust auslösen können.

Mikroplastik (Polypropylen und Polyethylen): Die mikroskopisch kleinen Kunststoffperlen reichern sich in Ihrem Gewebe an. Eine Studie der staatlichen Universität in New York hat gezeigt, dass in über 90 Prozent der abgefüllten Wasserflaschen Perlen aus Mikroplastik herumschwimmen. Bei dem Test wurden 259 Flaschen von 19 verschiedenen Orten in 9 Ländern getestet. Auch die tiefen Gewässer der Ozeane sind mittlerweile mit Mikroplastik zugemüllt. Die Weltgesundheitsorganisation hat deshalb beschlossen, die Risiken von Mikroplastik genauer zu untersuchen.

Triclosan: Triclosan zerstört Bakterien und gleichzeitig die gesamte Mundflora. Aufgrund wissenschaftlicher Studien steht Triclosan in dem Verdacht, krebserregend zu sein. Neben einem erhöhten Risiko für Brustkrebs soll Triclosan auch Spermien schädigen sowie Muskeln und Leber angreifen. Zahlreiche Wissenschaftler und Ärzte und 9 Gesundheitsorganisationen in Europa fordern deshalb, diesen Inhaltsstoff zu verbieten.

Zahnpasta mit Teebaumöl herstellen

Teebaumöl ist ein hervorragendes Mittel für die Zahnpflege, weil es eine der wenigen Substanzen ist, die Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten gleichzeitig bekämpft. Sie können Zahnpasta mit Teebaumöl ohne bedenkliche Inhaltsstoffe leicht selbst herstellen. Sie bekommen alle nötigen Zutaten in der Apotheke oder im Internet. Falls Sie - aus welchen Gründen auch immer - keine Zahnpasta zur Hand haben, können Sie Teebaumöl auch pur auf die Zahnbürste tropfen und damit Ihre Zähne putzen. Sie können auch einfach 1 bis 2 Tropfen Teebaumöl auf Ihre normale Zahnpasta tropfen.

Zahncreme mit Kieselsäure

Zutaten:

  • 15 g Calciumcarbonat
  • 12 g Kieselsäure-Gel
  • 4 g Xylit (Birkenzucker)
  • 5 Tropfen Teebaumöl
  • 5 Tropfen Pfefferminzöl

Bei der Herstellung der Zahnpasta ist sauberes Arbeiten wichtig, damit die Zahncreme lange hält. Kochen Sie deshalb alle benötigten Utensilien entweder aus oder reinigen Sie diese gründlich mit Alkohol. Mischen Sie alle Zutaten in einer Schüssel zusammen und geben Sie zum Schluss die ätherischen Öle bei. Füllen Sie die Zahnpasta in verschließbare Salbentiegel, am besten aus Glas. Diese Zahnpasta können Sie mit kleinen Löffeln oder Einweg-Spateln auf die Zahnbürste auftragen.

Zahnpasta mit Kurkuma

Zutaten:

  • 30 ml Kokosöl
  • 1 Teelöffel Natron
  • 2 Teelöffel Kurkuma in Pulverform
  • 1 Teelöffel Meersalz oder Himalayasalz
  • 2 Teelöffel Xylit
  • 5 Tropfen Teebaumöl
  • 1 Prise Nelkenpulver

Vermischen Sie die trockenen Zutaten in einem sauberen Gefäß. Falls das Meersalz sehr grob ist, sollten Sie es in einem Mörser fein zerstoßen. Wärmen Sie das Kokosöl im Wasserbad auf, bis es flüssig wird. Vermischen Sie das Kokosöl gut mit den trockenen Zutaten und rühren Sie das Teebaumöl unter. Sie können einen Teil des Teebaumöls mit Minzöl ersetzen.

Zahnpasta mit Aktivkohle

Zutaten:

  • 2 Esslöffel Heilerde
  • ½ Teelöffel Aktivkohlepulver
  • 1 Teelöffel Xylit
  • ½ Teelöffel Natron
  • 1 Esslöffel Wasser
  • 5 Tropfen Teebaumöl

Verrühren Sie alle trockenen Zutaten in einem verschließbaren Gefäß. Mischen Sie das Wasser unter, bis eine Creme entsteht, bevor Sie das Teebaumöl zugeben. Statt Wasser können Sie auch Hydrolat von Heilpflanzen verwenden, wässrige Auszüge zum Beispiel von Lavendel oder Pfefferminze.

Quellen

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2005/daz-28-2005/uid-14272
Aune D. Soft drinks, aspartame, and the risk of cancer and cardiovascular disease. The American Journal of Clinical Nutrition. 2012;96(6):1249-1251. doi:10.3945/ajcn.112.051417.
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Lucy C. Woodall, Anna Sanchez-Vidal, Miquel Canals, Gordon L.J. Paterson, Rachel Coppock, Victoria Sleight, Antonio Calafat, Alex D. Rogers, Bhavani E. Narayanaswamy, Richard C. Thompson, The deep sea is a major sink for microplastic debris. Published 17 December 2014.DOI: 10.1098/rsos.140317
Dinwiddie MT, Terry PD, Chen J. Recent Evidence Regarding Triclosan and Cancer Risk. International Journal of Environmental Research and Public Health. 2014;11(2):2209-2217. doi:10.3390/ijerph110202209