Teebaumöl Hautreizung

Haut- & Juckreiz durch Teebaumöl

Author

Dr. Lisa Dinh

Lesedauer: 6:38 min

Letzte Änderung: 07.10.2019.

Teebaumöl kann bei empflindlicher Haut auch selbst Juckreiz auslösen. In Kombination mit den richtigen Zutaten, reizt es die Haut nicht und kann den Juckreiz sogar lindern.

Bei Teebaumöl handelt es sich um ein sehr potentes Konzentrat von natürlichen Wirkstoffen der Pflanze Melaleuca alternifolia. Bereits der starke Geruch ist ein Hinweis für die hohe Wirksamkeit der Inhaltsstoffe. Allerdings kann Teebaumöl Juckreiz bei empfindlichen Personen auslösen, wenn es in zu hoher Konzentration angewendet wird. Informieren Sie sich hier über geeignete Techniken, wie Sie Teebaumöl gegen Juckreiz verwenden können.

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Hautreizung durch Teebaumöl

Tatsächlich kann Teebaumöl bei Menschen mit empfindlicher Haut Juckreiz, Rötungen und andere Nebenwirkungen verursachen. Hautirritationen durch Teebaumöl lassen sich meist auf folgende Ursachen zurückführen.

  • Das Teebaumöl wurde pur oder in zu hoher Konzentration aufgetragen.
  • Das Teebaumöl hatte das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten oder war unsachgemäß gelagert worden.

Dosierung von Teebaumöl

Sie sollten Teebaumöl niemals pur anwenden. Diese Substanz ist so wirksam, dass sie unverdünnt die Haut irritieren und sogar Kontaktallergien auslösen kann. Statt das störende Jucken zu bekämpfen, kann unverdünntes Teebaumöl bei Juckreiz die Haut noch mehr irritieren und das Problem sogar vergrößern. Wenn Sie empfindlich auf Kosmetika reagieren oder sensible Haut haben, sollten Sie Teebaumöl immer so niedrig wie möglich dosieren. Die normale Dosierung für Hautunreinheiten, Wunden und andere Hautkrankheiten liegt bei 3 Tropfen Teebaumöl auf 1 Teelöffel Trägeröl. Als Trägeröle bei Juckreiz eignen sich vor allem hochwertige Öle, die die Haut nicht irritieren, zum Beispiel:

  • Kokosöl
  • Schwarzkümmelöl
  • Jojobaöl
  • Olivenöl
  • Arganöl
  • Mandelöl

Besonders Kokosöl hat sich bei empfindlicher Haut bewährt, denn es enthält einen hohen Anteil an Laurinsäure, die Juckreiz verringert und entzündungshemmend wirkt. Der lindernde Effekt von Schwarzkümmelöl bei zahlreichen Hautkrankheiten ist durch zahlreiche wissenschaftliche Studien bestens belegt.

Wenn Sie empfindliche Haut haben und Teebaumöl gegen Juckreiz ausprobieren wollen, empfiehlt sich zunächst eine Dosierung von 1 Tropfen Teebaumöl auf 1 Teelöffel Trägeröl.

Bevor Sie Teebaumöl auf Ihrer Haut anwenden, sollten Sie immer einen Verträglichkeitstest machen. Tragen Sie dafür etwas verdünntes Öl auf der Arminnenseite auf, wo die Haut sehr dünn ist. Stellen sich nach ½ Stunde keine Nebenwirkungen ein, vertragen Sie Teebaumöl.

Frisches Teebaumöl gegen Juckreiz

Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) warnte in einer Stellungnahme im Jahr 2003, dass unverdünntes Teebaumöl Hautreizungen und allergische Hautreaktionen verursachen kann. Demnach spielt die Frische des Öls und die sachgemäße Lagerung eine wichtige Rolle dabei, wie Teebaumöl vertragen wird. Die wirksamen Substanzen in Teebaumöl sind Terpene, die sich durch Kontakt mit Luft und Licht zersetzen und deren Oxidationsprodukte wie Peroxide, Endoperoxide und Epoxide für Hautreizungen verantwortlich sind.

Wenn Ihre Haut zu Irritationen und Juckreiz neigt, sollten Sie besonders auf die Qualität des Teebaumöls achten. Jede verkaufte Flasche ist mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen. Allerdings kann falsche Lagerung bewirken, dass sich bereits vor dem Ablauf dieses Datums ein großer Anteil der Terpene zersetzen. Die Flasche von Teebaumöl sollten Sie immer sofort nach dem Gebrauch verschließen und an einem kühlen, trockenen Ort lagern. Die Temperatur am Lagerort sollte 25 Grad Celsius nicht übersteigen. Manche Experten empfehlen, offene Flaschen von Teebaumöl auch bei korrekter Lagerung innerhalb eines halben Jahres zu verbrauchen.

Teebaumöl gegen Juckreiz

Frisches Teebaumöl hilft bei juckender Haut zuverlässig, wenn Sie es mit entsprechenden Ölen oder als Zusatz im Badesalz verwenden. Juckreiz kann fast unendlich viele Ursachen haben, hier ist eine kleine Auswahl:

  • Insektenstiche
  • Ekzem
  • Trockene Haut
  • Allergische Reaktionen
  • Infektionen

Reife Haut juckt schneller als Kinderhaut. Aber auch Kinder klagen häufig über Juckreiz. Nach einem Verträglichkeitstest können Sie Teebaumöl bei Juckreiz auch bei Kindern bedenkenlos verwenden. Allerdings sollten Sie bei Babys und Kleinkindern Teebaumöl nur mit äußerster Vorsicht anwenden, da es gefährliche Nebenwirkungen, zum Beispiel Krämpfe im Kehlkopf, auslösen kann.

Lässt der Juckreiz nach einer Behandlung mit Teebaumöl nicht innerhalb ½ Stunde nach, sollten Sie auf Teebaumöl verzichten und stattdessen einen Arzt aufsuchen.

Teebaumöl und Schwarzkümmelöl

Schwarzkümmelöl, das Öl von Nigella Sativa, gilt als eines der besten Öle für die Haut, dessen Wirkung medizinische Studien bestätigt haben. Sie können die lindernde Wirkung von Schwarzkümmelöl ganz einfach mit Teebaumöl verstärken, indem Sie Schwarzkümmelöl als Trägeröl verwenden. Wichtig ist dabei die Dosierung: Beginnen Sie mit 1 Tropfen Teebaumöl pro Teelöffel Schwarzkümmelöl. Wenn Sie diese Mischung gut vertragen, können Sie den Anteil von Teebaumöl steigern. Er sollte jedoch 3 Tropfen auf 1 Teelöffel Trägeröl nicht übersteigen. Das BfR empfiehlt, dass der Anteil von Teebaumöl in Kosmetikprodukten 1% nicht übersteigen sollte.

Teebaumöl mit ätherischen Ölen

Sie können Teebaumöl auch mit anderen, ätherischen Ölen in einem Trägeröl kombinieren. Folgende ätherische Öle haben sich als hilfreich bei Juckreiz erwiesen:

  • Lavendel
  • Kamille
  • Melisse
  • Thymian
  • Minze
  • Zitrone

Sie können mit etwas Geduld und Experimentierfreude herausfinden, welche Kombination bei Ihrer Haut besonders gut wirkt. Bei der Haut zeigt sich - wie auch sonst im Leben -, dass jeder Mensch verschieden ist. Was einer Person gut tut, kann andere Leute aus der Haut fahren lassen. Wichtig ist, dass Sie dem Trägeröl nicht zu viel ätherisches Öl beimischen. Als Faustregel gilt die Dosierung: 3 Tropfen ätherisches Öl pro Teelöffel Trägeröl.

Juckreiz linderndes Bad

Salzwasser lindert juckende Haut ebenfalls zuverlässig. Während ein normales Bad der Haut Feuchtigkeit entzieht, bindet das Salz bei einem Salzbad Feuchtigkeit in der äußeren Hornschicht der Haut. Das vermindert Juckreiz und andere Irritationen. Sie können die lindernde Wirkung von Salzwasser mit der Zugabe von ätherischen Ölen vergrößern. Das Salz wirkt gleichzeitig als Emulgator für die ätherischen Öle, die sich ohne Zusatz nicht mit dem Wasser vermischen.

1 kg Salz reicht für ein Vollbad in einer normal großen Badewanne. Um zu baden, empfiehlt sich natürliches Salz wie Meersalz oder Himalayasalz, da normales Kochsalz keine Mineralstoffe mehr enthält. Stattdessen können Aluminiumsilikate oder Siliziumdioxid zugesetzt sein, um die Rieselfähigkeit zu erhalten. Für ein Vollbad können Sie dem Salz bis zu 10 Tropfen ätherische Öle beigeben.

Tropfen Sie die ätherischen Öle auf das Salz für das Bad, geben Sie etwas warmes Wasser in die Wanne und mischen Sie das Salz unter. Die Wassertemperatur sollte zwischen 36 und 39 Grad liegen. Sie sollten nicht mehr als 30 Minuten in der Salzlösung verbringen. Anschließend trocknen Sie sich idealerweise nicht ab, sondern hüllen sich in einen Bademantel oder ein großes Handtuch. Ein Salzbad dürfen Sie nur 2 mal pro Woche durchführen, um den Kreislauf nicht allzu sehr zu belasten.

Aljabre, Salih & Alakloby, Omar & Randhawa, Mohammad. (2015). Dermatological effects of Nigella sativa. Journal of Dermatology & Dermatologic Surgery. 41. 10.1016/j.jdds.2015.04.002.

Ahmad A, Husain A, Mujeeb M, et al. A review on therapeutic potential of Nigella sativa: A miracle herb. Asian Pacific Journal of Tropical Biomedicine. 2013;3(5):337-352. doi:10.1016/S2221-1691(13)60075-1

Studien