Was ist Teebaumöl?

Teebaumöl kommt traditionell aus Neuseeland und Australien, wo der Melaleuca alternifolia-Baum seinen Ursprung hat. Die Wirkung des Teebaums wurde schon vor über 1000 Jahren von den Aborigines eingesetzt um verletzte Krieger vor Infektionen zu schützen und Bauchschmerzen zu behandeln. Im Jahre 1770 wurde der Teebaum vom Botaniker Sir Joseph Banks entdeckt und in den Westen gebracht. Doch erst im Jahre 1925 konnte der Chemiker Dr. A.R. Penfold die herausragend antibakterielle Wirkung nachweisen. Heute wird das Öl besonders bei Hautproblemen wie Akne, Pickel, Pilzkrankheiten, Herpes, Warzen, Mückenstiche und vieles mehr eingesetzt. In neueren Studien konnte es selbst multiresistente Bakterien restlos abtöten und bei Laborratten vorhandene Krebszellen deutlich reduzieren. Auch wenn das Öl zu den meist-untersuchten ätherischen Ölen gehört, werden noch weitere Untersuchungen nötig sein, um das volle Potenzial der über 150 verschiedenen chemischen Verbindungen bestimmen zu können.

Bevor Sie Sich für ein Teebaumöl, sollten Sie Sich unbedingt über die genaue Herkunft, Reinheit und Qalität des Produktes informieren. Wir haben insgesamt 4 Produkte auf Amazon geprüft und die Ergebnisse hier aufgelistet.

Bei Teebaumöl gibt es teilweise enorme Unterschiede bei der Qualität. Dies ergab eine breit angelegte Untersuchung von Dr. Ezra Bejar. Für den einfachen Anwender sind die Unterschiede kaum bemerkbar, doch tatsächlich sind weltweit 49% aller Teebaumöle nicht zu 100% rein und sogar vorsätzlich verfälscht.

In Europa waren gut ein Drittel aller Samples verunreinigt, in England 7 von 20 und in Spanien 4 von 11. In anderen Ländern liegen keine genauen Daten vor, es wird aber von ähnlichen Zahlen ausgegangen. Dem Bericht zufolge sind verfälschte Teebaumöle häufig die Ursache für allergische Reaktionen und ein Ausbleiben der therapeutischen Wirkung.

Verfälschte Produkte haben einen höheren Anteil an Peroxiden, welche Hautreizungen verursachen. Auch der Anteil des krebserregenden Methyleugenol, ist weitaus höher als bei reinem Teebaumöl. Teebaumöl-Kenner beschreiben auch einen veränderten, künstlichen und scharf beißenden Geruch.

Verunreinigtes Teebaumöl wird mit günstigen Ölen wie Eukalyptusöl, Kiefernöl oder synthetischen Stoffen gestreckt. Laut dem AS 2782-Standard und dem ISO 4730-Standard, gelten Öle die nicht zu 100 % aus der Melaleuca alternifolia oder der Melaleuca linariifolia hergestellt wurden, ebenfalls als verunreinigt.

Unsere Produktempfehlung

Bevor Sie sich für ein Teebaumöl entscheiden, sollten Sie folgende Kriterien unbedingt beachten:

  • Die Herkunft: Meiden Sie Teebaumöl aus China oder Afrika
  • Die Baumarten: Melaleuca alternifolia oder Melaleuca Linariifolia
  • Ein gültiges Haltbarkeitsdatum auf der Flasche
  • ISO-Standard: Teebaumöle mit ISO 4730:2017 Standard sind zu bevorzugen.
  • Apothekenprodukt: Darf das Teebaumöl auch in der Apotheke verkauft werden?
  • Der Preis: Ist das Öl verdächtig günstig?

Wir empfehlen das Teebaumöl von Ysamin, da es eines der wenigen Teebaumöle ist, dass eine ISO 4730:2017 Zertifizierung hat.

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Empfehlung

15 Tipps zur Anwendung

Hier finden Sie eine kurze Übersicht aller Anwendungsmöglichkeiten. Sie können jede einzelne auch nochmals im Detail auf unseren jeweiligen Unterseite nachlesen, was besonders hilfreich ist, wenn das Teebaumöl zur Anwendung mit anderen Substanzen wie ätherische Öle, Trägeröle oder mit Wasser gemischt werden soll. Auf unseren Unterseiten beschreiben wir die genaue Zusammensetzung und Herstellung von solchen Mischungen.

Gegen Akne und Pickel 2 Tropfen Teebaumöl mit 10 ml Jojobaöl vermischen und auf die betroffenen Stellen tupfen.

Bei Nagelpilz kann das Öl 2x am Tag pur auf den Nagel aufgetragen werden. Eine Verbesserung ist nach 1-2 Monaten zu erwarten.

Um Fußpilz loszuwerden, kann man das Öl mit einem Trägeröl vermischen und auf die gewaschenen Füße auftragen. Danach kann man wie gewohnt Socken anziehen.

Mitesser sollten mit einem Komedonenquetscher entfernt werden und anschließend mit verdünntem Teebaumöl desinfiziert werden, um eine weitere Entstehung zu verhindern.

Warzen können ebenfalls mit Teebaumöl behandelt werden, indem man 1-2 Tropfen pur aufträgt. Erfolge sind aber nur sehr langfristig zu erwarten.

Stark verdünnt kann das Öl z. B. gegen Scheidenpilz auch im Intimbereich eingesetzt werden. Bitte Informieren Sie sich vor einer Anwendung ganz genau!

Als Badezusatz wirkt es desinfizierend auf die Haut und anregend auf das Gemüt. Mit einem Emulgator können 30 - 50 Tropfen in das Badewasser gegeben werden.

Bei Husten oder Halsschmerzen kann man 1-2 Tropfen Teebaumöl in ein Dampfbad geben und es inhalieren.

Gegen Zahnfleischentzündung & Mundgeruch kann man eine Teebaum-Mundspülung verwenden.

Für die Zahnpflege kann man das Öl mit Kurkuma oder Aktivkohle vermischen, bis eine feste Paste entsteht. Diese kann man als Zahnpaste verwenden.

Mückenstiche können sehr gut mit Teebaumöl behandelt werden. Dazu einfach einen Tropfen pur auf den Stich geben.

Gegen Mücken und andere Ungeziefer kann man es auf die Kleidung und auf die Haare sprühen. Die meisten Insekten können den Geruch nicht aushalten.

Bei Kratzern oder kleinen Hautverletzungen kann man mit 1-2 Tropfen eine Entzündung verhindern.

Bei der Aromatherapie wird es gegen Angst, Unwohlsein, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen eingesetzt.

Für eine frische Wäsche kann man 2 Tropfen in die Waschmaschine oder in den Trockner geben.

Weitere Anwendungen

Aufgrund seiner vielseitigen Wirkungsweise gegen Mikroben findet das Teebaumöl in erster Linie bei diversen Entzündungen, Pilzerkrankungen oder Wunden Anwendung. Teebaumöl ist bei Infektionsgefahr ein wahres SOS-Öl, allerdings nur selten pur, sondern eher verdünnt, es kann auch als Konservierungsmittel für natürliche Kosmetik verwendet werden. Ein Überblick, wofür Teebaumöl am besten geeignet ist.

Entzündungen der Haut - Akne, Pickel, Unreinheiten, Ekzeme

Teebaumöl spielt bei Entzündungen der Haut eine wichtige Rolle, da es stark antiseptisch wirkt. Es desinfiziert die entzündeten Hautareale ohne dabei die Haut zu reizen oder durch Austrocknen zu schädigen, was herkömmliche Desinfektionsmittel oder Alkohole leider oft tun. Dafür sind vor allem die sog. Monoterpenole, die eine den wichtigsten Inhaltsstoffen im Teebaumöl bilden verantwortlich. Sie unterstützen die Arbeit der Hautzellen und üben so eine regenerierende Wirkung auf die Haut aus. Da entzündete Haut sehr empfindlich ist, sollte äußerst schonend behandelt werden.

Wichtig ist, dass mit Teebaumöl nicht direkt, wie beispielsweise mit einem in Teebaumöl getränkten Wattepads behandelt wird. Zahlreiche Studien bestätigen, dass Teebaumöl bereits bei niedrigsten Dosierungen wirksam desinfiziert. Pur angewendet provoziert es allergische Reaktionen und bringt die Haut mehr Reiz als Heilung. Bei purer Anwendung besteht außerdem eine große Oxidationsgefahr. Der Inhaltsstoff Terpinen-4-ol im Teebaumöl kann bei Licht- und Sauerstoff-Einwirkung schnell oxidieren und Allergene bilden. Auf dieser Art veränderte Substanzen können die Haut irritieren, vor allem Pigmentflecken verursachen.

Anwendungsbeispiel

Bei Hautentzündungen sollte das Teebaumöl verdünnt und eher als Tonikum verwendet werden. Tonikums sind schonender bei Entzündungen, als etwa Creme-Produkte. Die einfachste Rezeptur hierfür ist, 1-2 Tropfen Teebaumöl auf 100 ml lauwarmes Wasser geben und mit 6 Tropfen Solubol (Emulgator/Apotheke) vermengen. Da ätherische Öle grundsätzlich fettlöslich sind, lassen sich mit Wasser nicht vermischen.

Deshalb wird bei Wasseranwendungen immer auch ein Emulgator benötigt. Das so hergestellte Tonikum kann je nach Bedarf auf Wattepads gegeben und damit das Gesicht beliebig oft behandelt werden. Wenn Teebaumöl pur angewendet wird, sollte es zuerst mit anderen ätherischen Ölen zusammen gemischt werden – einzelne ätherische Öle haben einseitige und dadurch intensivere Wirkweisen als Mischungen. Wer zu starker Pigmentbildung neigt, sollte vorsichtshalber die Anwendungen mit Teebaumöl eher abends durchführen.

Entzündungen im Mundbereich

Zur Vorbeugung von Parodontose, Zahnfleischentzündungen, Karies, Zahnfleischbluten, Aphthen (schmerzhafte, kleine, offene Entzündungen mit weißlichem Belag auf der Mundschleimhaut) sowie Zahnschmerzen und Mundgeruch, können antibakteriell wirkende ätherische Öle, wie auch Teebaumöl gut eingesetzt werden. Sinnvoll ist es hierfür ein Mundwasser mit verschiedenen ätherischen Ölen vorzubereiten, das auch für die tägliche Mundpflege geeignet ist. Mundwasser eignen sich für viele verschiedene Probleme. Sie stärken generell das Zahnfleisch, kräftigen und durchbluten die Mundschleimhaut und wirken gegen Bakterien. Bei Kunststoff-Zahnersatz sollten Mundwasser mit ätherischen Ölen nicht verwendet werden, da sie Kunststoffmaterialien angreifen können.

Anwendungsbeispiel

Ein, für die tägliche Mundpflege geeignetes Mundwasser zum Vorbeugen von div. Entzündungen kann mit 10 Tropfen Manuka, 10 Tropfen Myrrhe, 10 Tropfen Niaouli, 20 Tropfen Pfefferminze und 10 Tropfen Teebaumöl gemischt und in 5 ml Propolis-Tinktur/Apotheke gegeben werden. Die Mundwasser-Mischung kann man auf die betroffenen Stellen beispielsweise bei Aphthen mit Hilfe eines Wattestäbchen pur, direkt auftupfen oder man kann sie mit destilliertem Wasser auf 100 ml aufgießen und gut durchschütteln. Das fertige Mundwasser soll 2 mal täglich, nach gründlichem Zähneputzen verwendet werden und zwar ein weiteres mal verdünnt, indem man 1 Teelöffel davon in ein 1 dl Glas lauwarmes Wasser gibt und damit 1-2 Minuten lang spült.

Pilzinfektionen

Candida albicans ist ein Hefepilz und der häufigste Erreger bei Pilzinfektionen. Grundsätzlich können Candida und andere Pilzarten überall auf der Haut auftreten und unangenehme Symptome hervorrufen. Candida Pilze, von denen man inzwischen 150 verschiedene Arten kennt, sind beispielsweise auch für Fußpilz oder für vaginale Pilzinfektionen verantwortlich. Beide Pilzinfektionen lassen sich mit Teebaumöl erfolgreich behandeln, Nagelpilze hingegen sind sehr hartnäckig und brauchen daher andere Arzneien um richtig bekämpft werden zu können.

Anwendungsbeispiele

Gegen Fußpilz, neben vielen anderen Anwendungen, lässt sich mit Teebaumöl am einfachsten ein Fußbad vorbereiten. Beispielsweise lassen sich 6 Tropfen Teebaumöl auf 5 Liter warmes Wasser (37°C) geben und mit einem Esslöffel Sahne verrühren. Sahne ist ideal als Emulgator im Badewasser zumal ist Sahne bzw. Schlagobers auch im Haushalt leicht zu finden. Die Badedauer soll 5-10 Minuten betragen und 1-2 täglich angewendet werden. Pilze verbreiten sich in feuchtem Milieu am besten, daher sollten die Füße nach dem Fußbad - besonders die Zehenzwischenräume – immer gründlich abgetrocknet werden.

Bei vaginalen Pilzinfektionen empfiehlt es sich u.a. auch eine Tampon-Mischung vorzubereiten. Dazu verwendet man in der Regel verschiedene ätherische Öle, da Teebaumöl nicht über alle Eigenschaften verfügt, die bei einer Schleimhaut-Behandlung wichtig sind. Teebaumöl ist in einer Tampon-Mischung gegen Pilze allerdings unerlässlich. Hierfür 8 Tropfen Palmarosa, 4 Tropfen Litsea, 2 Tropfen Speiklavendel, 3 Tropfen Rosengeranie, 5 Tropfen Manuka und 2 Tropfen Teebaumöl, also insgesamt 24 Tropfen auf 30 ml Johanniskrautöl und 20 ml Sanddornkernöl geben und die Tampon-Mischung anschließend in eine 50 ml Braunglasflasche mit einer größeren Öffnung gießen, wo man einen Tampon leichter eintauchen kann. Nach dem Eintauchen wird der Tampon eingeführt und morgens, mittags und abends gewechselt. Sehr wichtig ist es zu beachten, dass die Verdünnung der ätherischen Öle nur mit für die Schleimhaut geeigneten kaltgepressten Ölen von bester Qualität erfolgt. Während der Periode sollte die Behandlung nicht durchgeführt werden, da sie leider nicht wirksam ist.

Wunden bzw. Wundliegen (Dekubitus)

Die Erfahrungen zeigen, dass bei Wunden vor allem ätherische Ölmischungen helfen, die pur auf die verletzte Haut aufgetragen werden können und nicht nur antibakteriell wirken, sondern auch die Hautregeneration fördern. Es gibt hierfür viele Notfall-Mischungen.

Anwendungsbeispiele

Man kann beispielsweise Cistrose, Immortelle und Lavendel fein zu gleichen Teilen miteinander mischen und die Mischung mit der hälften Menge Teebaumöl abrunden. Wenn also alle Öle in 2 Tropfen Menge gemischt werden, wird Teebaumöl mit 1 Tropfen dosiert. Die Mischung kann auch nach einer Ausreinigung in der kosmetischen Behandlung als antiseptisches Tonikum (mit Wasser aufgegossen und mit Emulgator vermischt) zu sanfter, regenerierender Desinfektion verwendet werden.

Beim Wundliegen hingegen spielt das Teebaumöl eine größere Rolle. Wenn jemand nach einer Krankheit lange liegen bleiben muss, können beispielsweise am Rücken oder im Gesäßbereich Druckgeschwüre entstehen. Aromatherapeuten berichten, dass die Entstehung der Druckgeschwüre lässt sich mit ätherischen Ölmischungen hervorragend vorbeugen. 5 Tropfen Teebaumöl, 3 Tropfen Rosengeranie, 6 Tropfen Lavendel fein, 4 Tropfen Myrrhe, 2 Tropfen Petit grain Bitterorange bilden hierfür die Hauptrolle, die meist im 50 ml Johanniskrautöl verdünnt und täglich mehrmals zum Vorbeugen auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen werden. Hierfür unterstützt auch der wohltuender Duft von den ätherischen Ölen, der im Krankenraum zusätzlich für Heilung sorgt.

Warzen

Warzen entstehen durch eine Virusinfektion und spielen dabei größtenteils auch psychischer Faktoren eine Rolle. Mit Teebaumöl können Warzen zwar behandelt werden, aber da es pur und über einen längeren Zeitraum hinaus angewendet werden muss, ähnlich wie auch bei der Nagelpilz-Anwendung, können dabei Hautirritationen auftreten.

Anwendungsbeispiel

Gute Erfolge wurden bei Warzen mit Kombinations-Behandlungen, beispielsweise mit einer sog. Klebeband-Behandlung erzielt. Laut einer Studie nach Dr. Focht et al. wird dadurch einerseits die lokale Immunabwehr angekurbelt, was anschließend die Viren angreift, andererseits wird auf dieser Weise der Warze aus psychischer Sicht die „Bedeutung genommen“. Das Klebeband wird für 6-7 Tage auf die Warze gebracht, wenn es abfällt wird es sofort erneuert, und nach einer Woche wird eine unterstützende Behandlung für ein paar Tage mit Teebaumöl fortgesetzt.

Herpesinfektion

Eine Erstinfektion mit Herpes erfolgt meist unbemerkt noch in der Kindheit. Das Virus, beispielsweise Herpes labialis, das die Fieberbläschen auf den Lippen verursacht, bleibt im Körper oft lange Jahre inaktiv bis das Immunsystem durch Krankheiten, zu viel Sonne oder seelische Belastungen etc. geschwächt wird. Dann kommt es zum Ausbruch. Einige Studien konnten bei der Behandlung gegen Herpes zwar Erfolge zeigen, die Praxis zeigt jedoch, dass Teebaumöl nicht bei allen Menschen gleichermaßen gegen Herpes hilft. Am besten ist es hierfür eine SOS-Mischung mit Teebaumöl und Ravintsara Öl vorzubereiten. Zusammen wirken sie gegen Viren intensiver.

Anwendungsbeispiel

Teebaumöl wird mit dem Ravitsara Öl 1:1 abgemischt. Wenn sich der Herpes bemerkbar macht, wird die Mischung sofort, direkt auf die Hautstelle pur und nur max. einen ½ Tropfen aufgetragen. Die Behandlung soll wegen der Lichtempfindlichkeit des Teebaumöls eher am Abend durchgeführt werden. Bei Herpes im Intimbereich sollte man mit Teebaumöl unverdünnt jedoch nicht experimentieren. Es kann unverdünnt bei Schleimhaut-Bereichen Reizungen verursachen. Hierfür empfiehlt sich immer mit Ölmischungen zu arbeiten, die zuvor mit hochwertigen, für den Schleimhaut-Bereich geeigneten kaltgepressten Ölen verdünnt worden sind.

Juckreiz, Hautjucken

Gegen Juckreiz bei Insektenstichen, wie Mücken, Bienen und Wespen hat sich in der Praxis am besten pures Teebaumöl bewährt. Kein anderes ätherisches Öl wirkt so verlässlich und schnell gegen Insektenstiche wie Teebaumöl. Wenn man die Insektenstiche sofort, mit einem Tropfen Teebaumöl behandelt, kommt es weder zu entzündeten Schwellungen noch zu einem lästigen Juckreiz. Hierfür gilt Teebaumöl als echtes SOS-Öl das von keiner Sommer-Handtasche fehlen darf!

Zur Linderung von einem großflächigen Juckreiz auf der Haut, wie beispielsweise bei Psoriasis (Schuppenflechte), Diabetes, Allergie, Überreizung, trockener Haut oder Hautausschlägen, sollte Teebaumöl verdünnt entweder in eine Creme, in ein Öl oder in eine Sprühlotion je nach Art der Hauterkrankung dosiert werden. Ätherische Ölmischungen haben sich bei Hautjucken in der Praxis gut bewährt, da ihre positiven Synergien sowohl physisch wie auch psychisch zur Geltung kommen dürfen.

Anwendungsbeispiel

Gegen Hautjucken gibt es zahlreiche Rezepturen, eine einfache Komposition zur Hautberuhigung wäre 2 Tropfen Cistrose, 2 Tropfen Neroli, 1 Tropfen Immortelle, 2 Tropfen Bergamottminze und 1 Tropfen Teebaumöl. Die Mischung kann in 30 ml kaltgepresstes Hanfsamenöl verdünnt und täglich nach dem Duschen auf die noch feuchte Haut aufgetragen werden.

Grippale Infekte

Wer eine Verkühlung oder eine Infektion zugezogen hat, kann seine Beschwerden lindern, indem er ein Dampfbad zur Inhalation mit 1-2 Tropfen Teebaumöl vorbereitet. Es duftet ähnlich wie ein Dampfbad mit Eukalyptusblättern und wirkt antibakteriell. Empfehlenswert ist hierfür allerdings eine Teebaumöl-Mischung, beispielsweise mit Ravintsara und Lavendel fein vorzubereiten, da grippale Infekte meist durch Viren verursacht werden und eine Mischung mit Hilfe von Ravintsara Öl arbeitet gegen Viren immer effektiver. Auch bei Schnupfen sollte man die Nase mit geeigneten Mischungen frei bekommen. Es gibt hierfür ätherische Öle, die Schleime lösen, Schmerzen lindern, beruhigen und die Schleimhäute befeuchten, sodass die antiseptische, ableitende und vitalisierende Wirkung von Teebaumöl optimal ergänzt werden kann.

Anwendungsbeispiel

Eine Mischung gegen Grippe, die den Kopf befreit und das Wohlbefinden steigert, kann beispielsweise aus 5 Tropfen Litsea, 5 Tropfen Myrte Marokko, 5 Tropfen Lavendel fein, 10 Tropfen Zedernholz, 3 Tropfen Rosenholz und 2 Tropfen Teebaumöl zusammengesetzt werden. Von dieser Grippe-Mischung können verschiedene Anwendungen vorbereitet werden: 5-7 Tropfen können beispielsweise über Nacht in eine Duftlampe gegeben werden, 1-2 Tropfen können für ein Dampfbad in heißes Wasser zur Inhalation verabreicht werden, und 7 Tropfen können mit einer halben Becher Sahne/Schlagobers verrührt in ein Vollbad dosiert werden.

Ganz wichtig ist es, dass man nach Warmwasser-Anwendungen wie Inhalation oder Vollbad eine Stunde lang liegen bleibt und nicht ins Freie geht, sonst können sich die Beschwerden verschlimmern.

Insektenabwehr

Die meisten Ungeziefer können den Geruch von Teebaumöl nicht ausstehen. Es gibt leider keinen 100% Schutz gegen Insektenstiche, aber es gibt Mückenschutz-Mischungen mit Teebaumöl, die sich bewährt haben.

Anwendungsbeispiel

Eine einfache Mischung ist beispielsweise 10 Tropfen Teebaumöl, 10 Tropfen Lavendel fein und 10 Tropfen Rosengeranie, die man in süßem Mandelöl (50 ml) verdünnt. So wird die Haut beim Mückenschutz zusätzlich gepflegt. Diese Mückenschutz-Mischung lässt sich auch als Zusatz ins Shampoo gegen Läuse verwenden. Für ein Läuseshampoo kann die Mückenschutz-Mischung in ein 100 ml Neutral-Shampoo, das für die tägliche Haarwäsche geeignet ist, dosiert werden. Gegen Läuse oder Flöhe sollte man allerdings mit der Behandlung bei Haustieren vorsichtig sein. Insbesondere bei Katzen dürfen keine ätherischen Öle verwendet werden, da sie ätherische Öle leider nicht verstoffwechseln können!

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Bevor Sie sich für ein Teebaumöl entscheiden, sollten Sie folgende Kriterien unbedingt beachten:

  • Die Herkunft: Meiden Sie Teebaumöl aus China oder Afrika
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  • Apothekenprodukt: Darf das Teebaumöl auch in der Apotheke verkauft werden?
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Wir empfehlen das Teebaumöl von Ysamin, da es eines der wenigen Teebaumöle ist, dass eine ISO 4730:2017 Zertifizierung hat.

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Empfehlung

Wirkung von Teebaumöl

Ätherische Öle wirken grundsätzlich über zwei Wege auf den menschlichen Organismus: über die Haut sowie Schleimhäute körperlich, und über den Geruchssinn durch das gesamte Nervensystem psychisch. Aufgrund ihren fettlöslichen Eigenschaften und geringen Molekülgröße können sie sehr leicht die Phospholipidschicht der Zellen durchdringen und so vor allem über die Haut sowie Schleimhäute effektiv aufgenommen werden.

Nach einer Massage beispielsweise bereits nach einigen Minuten ist die Anwesenheit eines ätherischen Öls im Blut nachweisbar und nach 1-2 Stunden auch in der ausgeatmeten Luft. So versteht sich von selbst, dass ätherische Öle durch Massagen, Bädern, Waschungen/Spülungen, Inhalationen etc. ganzheitlicher und zielgenauer wirken als beispielsweise bei der Anwendung einer Duftlampe.

Antibakterielle Wirkung

Teebaumöl ist eines der besten untersuchten ätherischen Öle, vor allem seine Gesamtwirkung gegen unterschiedlichen Mikroben, Bakterien, Viren und Pilze wurde durch zahlreichen Studien bestätigt. Seine antibakterielle Wirkung zeigt ein breites Spektrum und ist therapeutisch ausgezeichnet, darf jedoch nicht überbewertet werden, da auch Teebaumöl effektiver wirkt, wenn es in einer Mischung mit anderen ätherischen Ölen zusammengemischt wird.

Obwohl Studien bestätigen, dass Teebaumöl auch gegen MRSA-Bakterien wirksam ist, die gegenüber die meisten herkömmlichen Antibiotika resistent sind, wird Teebaumöl in der Praxis vorerst noch selten und auch nur in Form von unterstützenden Begleittherapien zur Antibiotikabehandlung eingesetzt. Die Studien bestätigen auch die immunmodulierende Wirkung des Teebaumöls, denn obwohl es den Stoffwechsel oder die Zellmembrane der Bakterien zerstört, regt es gleichzeitig das Wachstum weißer Blutkörperchen an, die zu den wichtigsten Bestandteilen unseres Immunsystems gehören.

Die antibakterielle Wirkung von Teebaumöl spielt auch bei der Mundhygiene oder bei der Akne bzw. bei Hautunreinheiten eine wichtige Rolle, da es desinfizierend und für die entzündete Hautareale regenerierend wirkt. In einer Studie für Akne, bei der die Wirkung von Benzylperoxid (ein gängiges, lipophiles Arzneimittel gegen Akne, das reaktive Sauerstoff in der Haut freisetzt und u.a. antimikrobiell wirkt) im Vergleich mit einer 5%em Teebaumöl getestet wurde, wirkte der Akne Wirkstoff zwar um ein wenig besser, aber hatte mehr Nebenwirkungen als Teebaumöl.

Die Konzentration von Teebaumöl ist natürlich entscheidend für seine Wirkung. Teebaumöl wirkt schon in einer niedrigen, 1%en Konzentration ausgezeichnet und ohne Nebenwirkungen, wie die meisten ätherische Öle auch. Bei einer 5-10%en Konzentration kann es bei manchen Menschen eine allergische Dermatitis provozieren, vor allem dann, wenn es über einen längeren Zeitraum hindurch kontinuierlich verwendet wird. Pur und in größeren Mengen ist Teebaumöl giftig.

Psychische Wirkung

Teebaumöl zeigt nicht nur eine körperliche, sondern auch eine psychische Wirkung. Seine Wirkstoffe gleichen einander gut aus, sodass eine stärkende Wirkung auch psychisch möglich wird. Monoterpene zielen auf die glatte Muskulatur der Nieren und Magen Darm-Trakt, indem sie das vegetative Nervensystem und die Nebennierenrinden-Tätigkeit beeinflussen und üben dabei eine stärkende, geistig stimulierende Wirkung aus. Sie fördern logisches Denken und Struktur. Monoterpenole regulieren wiederum die Stresshormon-Produktion und wirken dadurch stimmungsaufhellend.

Sie fördern Mitgefühl und Achtsamkeit. Monoterpenoxide, also 1,8-Cineol, vor allem in höherer Konzentration, sorgt für psychische Widerstandskraft und stimuliert den Neurotransmitter Acetylcholin der intellektuelle Leistungen, Logik und Vernunft fördert. Allerdings den strengen Geruch von Teebaumöl, der eine gewisse würzig-medizinische Frische in sich trägt und an Majoran erinnert, muss man mögen. Denn jemand, der vom Geruch des Teebaumöls nicht überzeugt ist, der kann seine psychisch-therapeutischen Effekte nicht optimal nutzen. Bei Kindern und Teenagern werden die ätherische Öle für Therapiezwecke überhaupt so ausgesucht, dass die in Frage kommenden Öle zuerst mit den Patienten „riechen lässt“. Man erreicht die besten therapeutischen Ergebnisse dann, wenn das therapeutische Öl von den Kindern selbst ausgesucht wurde.

Die stimmungsaufhellende Wirkung von den Oxiden wird im Teebaumöl zusätzlich durch die Sesquiterpenen unterstützt, die sowohl stimulieren wie auch beruhigen können und in hohen Konzentrationen bei psychosomatischen Krankheiten große Hilfe leisten. Im Teebaumöl sind sie allerdings nur 1-3% konzentriert und wirken daher bei psychischem Stress ausgleichend. Die Praxis hat gezeigt, dass Teebaumöl bei Stress, Aussichtslosigkeit, Schwäche und Erschöpfung ganzheitlich stabilisierend wirkt.

Fungizide / Pilztötende Wirkung

Gegen Pilzinfektionen wurde das Teebaumöl auch zahlreich untersucht und die Ergebnisse sind beeindruckend wenn man bedenkt, dass bereits ein 1%es Teebaumöl Pilze vernichtet. In der Praxis wird mit Teebaumöl gegen Pilze vor allem bei Vaginalpilz erfolgreich gearbeitet. Die Behandlung funktioniert einfach, indem in eine zuvor vorbereitete ätherische Teebaumöl-Mischung ein Tampon eingetaucht und anschließend in die Vagina eingeführt wird. Man muss hierfür die ätherische Öle mit viel Wissen auf das Teebaumöl abstimmen und die Mischung auch sachgemäß verdünnen.

Nur verdünnte und ausschließlich für diese Aufgabe geeignete ätherische Öle dürfen auf die Schleimhäute gebracht werden! Die Tampon-Mischung hilft auch gegen Trichomonaden, Parasiten, die ähnliche Symptomen wie auch Vaginalpilze verursachen. Teebaumöl wirkt auch gut gegen Haut- und Fußpilze, denn es ist wirksam gegen Hefepilze wie Candida albicans oder Malassezia furfur. Eine hier angeführte, praktisch-medizinische Studie bestätigt, dass es sinnvoll ist in der Praxis mit Teebaumöl bei den Zehenzwischenräumen gegen Fußpilz zu behandeln.

Bekämpfung von Krebszellen

Nicht nur das Teebaumöl im Ganzen, sondern auch seine Inhaltsstoffe wurden einzeln, isoliert (abgetrennt) wissenschaftlich untersucht. Beispielsweise das Monoterpenol Terpinen-4-ol, welches man bei Tumoren, vor allem bei Haut- und Darmkrebszellen überprüfte. Die Studien zeigten einen Rückgang der Krebszellen durch Einwirkung von Terpinen-4-ol und auch ihre Vermehrung konnte blockiert werden. Doch solche Präparate sind vorerst aus vielen Gründen u.a. auch aufgrund fehlender Trägersubstanzen nicht zugänglich.

Entwässernde Wirkung

Das Terpinen-4-ol zeigt auch eine andere besondere Eigenschaft. Es wirkt entwässernd, ohne dabei die Mineralstoffe, sprich die Elektrolyte vom Körper auszuschwemmen. Diese Eigenschaft wird aquaretisch genannt, was synthetische harn- und wassertreibende Medikamente (Diuretika) nicht vorweisen können. Das ist vermutlich auch der Grund, warum Teebaumöl über einen längeren Zeitraum und höher dosiert verwendet die Haut austrocknen kann.

Die Praxis hat gezeigt, dass dieser austrocknende Effekt mit Lavendel fein-Öl ausbalanciert werden kann. Lavendel fein Öl wirkt stark immunstimulierend und kann Synergien zwischen verschiedenen Stoffen unterstützen. Zu der aquaretischen Wirkung des Teebaumöls gibt es noch keine ausreichenden Studien, es wird angenommen, dass diese durch das Zusammenspiel von hydrophilen Substanzen und dem Terpinen-4-ol entsteht.

Wirkung gegen Herpesviren

Einige Studien konnten gewisse Erfolge auch gegen Viren zeigen, wie beispielsweise Herpes, aber nur, wenn Herpes sofort von Beginn an behandelt wurde. Bei Warzen und Herpes helfen also nur Kombinationsbehandlungen mit Teebaumöl, bei Herpes Zoster (Gürtelrose) ist mit Teebaumöl überhaupt nur eine Nachbehandlung empfehlenswert. Die Praxis zeigt, dass bei Pilz- und Viruserkrankungen nur Teebaumöl-Mischungen mit solchen ätherischen Ölen wirksam sind, die ähnlich starken antibakteriellen und antiviralen Wirkungen wie Teebaumöl zeigen.

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Inhaltsstoffe und chemische Zusammensetzung

Entscheidend sind die Inhaltsstoffe des jeweiligen ätherischen Öls. Die häufigsten Inhaltsstoffe sowie das Zusammenspiel der Bestandteile bestimmen seine Wirkweise. Das ätherische Teebaumöl aus Australien enthält beispielsweise über 100 wirksame chemische Verbindungen. Die wichtigsten sind dabei die sog. Monoterpene (Terpinene) und Monoterpenole (Terpinen-4-ol), sowie Monoterpenoxide (1,8-Cineol). Diese 3 Wirkstoffgruppen bilden den größten Prozentanteil im Teebaumöl und bestimmen daher weitgehend seine Wirkung, vorausgesetzt, die Reinheit und die Qualität des Teebaumöls stimmen. Synthetische oder gepanschte Öle wirken leider nicht so, wie hier beschrieben.

Die körperliche Wirkung der Monoterpene und Monoterpenole ist ähnlich. Beide verfügen über antivirale und antibakterielle Eigenschaften. Der wesentliche Unterschied ist, dass Monoterpene mit 10 C-Atomen viel kleinere Moleküle als Monoterpenole bilden und dadurch schneller in die Haut eindringen können. Sie oxidieren auch schneller, was die Haltbarkeit von ätherischen Ölen mit hohem Monoterpen-Gehalt verringert. Im Teebaumöl gilt der Monoterpen-Gehalt mit 35-50% als hoch, weshalb es nach dem Öffnen unbedingt bei Zimmertemperatur (bei 18°C) und dunkel gelagert werden soll.

Eine Lagerung im Kühlschrank ist nicht von Vorteil, da durch die Kälte im Teebaumöl mehr Sauerstoff freigesetzt wird und es oxidiert dadurch schneller. Oxidierte Öle können zu allergischen Hautreaktionen führen. Bei optimaler Dosierung der ätherischen Öle sind es eher die Oxidationen welche Hautreaktionen auslösen – nicht die Inhaltsstoffe! Deshalb sollte Teebaumöl für eine optimale Wirkung korrekt gelagert und nach dem Öffnen binnen 6 Monaten verbraucht werden.

Monoterpene in einer hohen Konzentration (ab 30%) wirken allgemein schmerzstillend, entzündungshemmend und sind in der Lage das Immunsystem zu aktivieren. Monoterpenole hingegen schützen das Immunsystem vor Stress, harmonisieren das Hormon-, Nerven und Herzkreislaufsystem und wirken antimykotisch (gegen Pilze) ohne dabei die eigene Hautmilieu zu zerstören. Im Gegenteil. Sie regenerieren die Haut sowie auch die Schleimhäute erheblich. Im Teebaumöl ist ein spezielles Monoterpenol, das sog. Terpinen-4-ol in ähnlicher Konzentration wie Monoterpene (35-45%) vorhanden. Terpinen-4-ol wirkt zusätzlich entgiftend, aber es oxidiert leider ähnlich schnell wie die Gruppe der Monoterpene und bildet dabei ein Peroxid, namens Ascaridol, das eigentlich ein Allergen ist.

Dieses Peroxid kann auf der Haut durch Lichteinflüsse Pigmentflecken verursachen, weshalb Teebaumöl für Therapiezwecke eher am Abend benutzt werden sollte, vor allem dann, wenn man zu Pigmentbildungen neigt. Insgesamt lässt sich von dem oxidationsempfindlichen Teebaumöl sagen, dass es durch die Monoterpene und Monoterpenole, die im Teebaumöl im Verhältnis von 1:1 im größten Anteil vorliegen in erster Linie antibakteriell, antiviral und antimykotisch wirkt mit sehr guten hautregenerierenden und abwehrsteigernden Eigenschaften.

Eine Übersicht der 15 wichtigsten Inhaltsstoffe ergibt sich aus dem ISO 4730-2017-Standard. Hier die Übersicht, der 15 Inhaltsstoffe nach ISO 4730-2017. Alle Angaben sind in %.

terpinen-4-ol35,0 - 48,0
γ-terpinene14,0 - 28,0
α-terpinene6,0 - 12,0
α-terpinolene1,5 - 5,0
α-terpineol2,0 - 5,0
α-pinene1,0 - 4,0
1,8-cineoletr - 10,0
p-cymol0,5 - 8,0
aromadenrene0,2 - 3,0
δ-cadinene0,2 - 3,0
ledene0,1 - 3,0
limonene0,5 - 1,5
sabinenetr - 3,5
globuloltr - 1,0
viridifloroltr - 1,0

Teebaumöl besteht zu ca. 40% aus Terpinen-4-ol, was die antibakterielle Wirkung weitgehend erklärt. Doch wie sich in einer Untersuchung von Dr. Christine Carson herausstellte, ist vor allem die komplexe Zusammensetzung des Öls bzw. der bisher 113 bekannten chemischen Verbindungen für die Wirkung verantwortlich. So wirkte es in seiner natürlichen Zusammensetzung um einiges effektiver gegen Bakterien, als isoliertes Terpinen-4-ol.

Monoterpenoxide / 1,8-Cineol

Eine sehr wichtige Wirkstoffgruppe bilden im Teebaumöl die sog. Monoterpenoxide, genauer gesagt das 1,8-Cineol, da andere Oxide bei ätherischen Ölen keine wesentliche Rolle spielen. 1,8-Cineol besitzt auch 10 C-Atome, aber es sind ringförmige Kohlenstoffverbindungen, die im Gegensatz zu Monoterpenen ziemlich stabil bleiben und die Haut durch Oxidationen nicht reizen. Wenn die Blätter und Stiele des australischen Teebaum-Strauchs im Winter geerntet werden enthält das Teebaumöl mehr Cineol nämlich bis zu 60%, ansonsten nur ca. 3%. 1,8-Cineol wirkt über einen 30%en Anteil bereits stark schleimlösend, sekretionsfördernd und hat eine reinigende, abtransportierende und entzündungshemmende Funktion.

In höheren Konzentrationen kann es allerdings äußerlich aufgetragen die Haut reizen. Deshalb wird zum Auftragen meist ein niedrigerer 1,8-Cineol-Gehalt im Teebaumöl empfohlen, was den Hautstoffwechsel und die Durchblutung fördert. Das ist beispielsweise bei Akne von Vorteil. Für Inhalationen ist es hingegen Vorteilhaft, wenn der sekretionsfördernde 1,8-Cineol-Anteil im Teebaumöl höher liegt, was in Folge auch seinen Geruch beeinflussen kann. Die medizinisch-frische, eukalyptus-artige Duftnote im Teebaumöl kommt nämlich von 1,8-Cineol, das früher sogar Eucalyptol genannt wurde. Mit höherem 1,8-Cineol-Gehalt kann ein stärkerer oder ein strengerer, jedenfalls ein abweichender Geruch entstehen.

Warnhinweise

Teebaumöl ist ein hoch konzentriertes Naturmittel, dessen Wirkung schon lange nachgewiesen ist. Vor der Anwendung sollten Sie unbedingt folgende Warnhinweise beachten.

  • Nicht bei Kindern unter 3 Jahren anwenden.
  • Vor der Anwendung unbedingt einen Verträglichkeitstest durchführen.
  • Kann bei unverdünnter Anwendung Juckreiz und Rötungen verursachen.
  • Teebaumöl oxidiert bei Sonneneinstrahlung. Oxidiertes Öl verursacht Pigmentflecken.
  • Kontakt mit Sonnenlicht nach der Anwendung vermeiden.
  • Augenkontakt unbedingt vermeiden. Wenn es dennoch passiert ist, sofort ausspülen.
  • Teebaumöl darf nicht eingenommen oder getrunken werden.
  • Nicht bei Katzen verwenden, diese vertragen kein Teebaumöl.
  • Auf keinen Fall ins Aquarium geben. Speziell für Wassertiere wirkt es toxisch.

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Teenaumöl Allergien und Nebenwirkungen

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von Teebaumöl zählen Allergien. Vor allem Kontaktallergien der Haut, aber auch Kreuzallergien, machen empfindlichen Menschen zu schaffen. Wenn Sie Teebaumöl ständig für die Haut-, Haar- oder Zahnpflege verwenden, ist eine Allergie wahrscheinlicher, als wenn Sie Teebaumöl nur bei akuten Krankheiten als natürliches Heilmittel nutzen.

Was ist eine Kontaktallergie?

Eine Kontaktallergie bezeichnet man auch als Kontaktekzem oder allergische Kontaktdermatitis. Sie tritt nicht sofort auf, sondern entwickelt sich erst durch wiederholten Hautkontakt mit Teebaumöl. Im Lauf der Zeit läuft im Körper eine sogenannte immunologische Sensibilisierung ab. Das Immunsystem lernt quasi, Teebaumöl als schädlichen Eindringling zu erkennen.

Ist eine gewisse Grenze überschritten, werden bei Kontakt Histamine gebildet, die die allergische Reaktion auf Teebaumöl hervorrufen. Histamine wirken wie ein Alarmruf, der alle benachbarten Zellen um die Angriffsstelle herum in höchste Aufregung versetzt. Allerdings läuft die allergische Reaktion zeitverzögert ab. Der Körper braucht um die 12 Stunden, um die Kontaktallergie auszulösen.

Die Symptome einer allergischen Reaktion

Wenn der Körper Histamine ausschüttet, weiten sich die Blutgefäße. Die Alarmreaktion des Immunsystems führt zu folgenden Symptomen:

  • Die Umgebung der Kontaktstelle schwillt an.
  • Die Haut rötet sich.
  • Starker Juckreiz führt zu Kratzen.
  • Ein Ausschlag mit roten Quaddeln oder Knötchen bildet sich.
  • Nässende Bläschen erscheinen auf der Haut.
  • Die Haut schuppt und entzündet sich.

Bei einer Kontaktallergie bleiben diese Symptome auf die Stelle begrenzt, die Teebaumöl berührt hat. Anders sieht die Lage jedoch bei einer Kreuzallergie aus.

Was ist eine Kreuzallergie?

Kreuzallergie bedeutet, dass ein Mensch nicht nur auf eine bestimmte Substanz, sondern auf Gruppen von chemisch ähnlichen Stoffen allergisch reagiert. Wenn Sie bereits eine Allergie auf verschiedene Duftstoffe oder Harze entwickelt haben, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Sie auch auf Teebaumöl allergisch reagieren. Falls Sie Terpentinöl nicht vertragen, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Kontakt mit Teebaumöl zu einer Kreuzallergie. Im Unterschied zur Kontaktallergie, können bei einer Kreuzallergie die Symptome überall am Körper auftreten.

Wenn Sie auf Teebaumöl allergisch reagieren, sollten Sie unbedingt einen Fachmann aufsuchen. Ein Allergologe, ein speziell ausgebildeter Hautarzt, kann einen Allergietest durchführen. Dabei wird nachgeprüft, ob Ihr Immunsystem auf Teebaumöl tatsächlich allergisch reagiert. Normalerweise erhalten Sie die Diagnose innerhalb von 48 Stunden. Leider lässt sich eine Allergie bisher nicht erfolgreich behandeln. Die einzige Möglichkeit ist die Vermeidung von Teebaumöl, damit Sie nicht erneut unter allergischen Reaktionen leiden.

Sie sollten Teebaumöl in der Regel nicht unverdünnt anwenden. Pures Teebaumöl erhöht das Risiko einer allergischen Reaktion.

Nebenwirkungen bei Einnahme

Weil Teebaumöl äußerlich so viele Krankheitserreger bekämpft, verführt es zu der Annahme, es sei auch als oral verabreichte Medizin für die innere Anwendung wirksam. Allerdings stützen Studien diese Annahme nicht. Teebaumöl scheint auf den menschlichen Körper giftig zu wirken, allerdings in geringerem Umfang, als das bei Katzen und Hunden der Fall ist. Falls Teebaumöl irrtümlich in größeren Mengen verzehrt wurde, sollten Sie sofort den Giftnotruf verständigen.

Lungenschäden durch Teebaumöl?

Durch die Einnahme von Teebaumöl kann es zu Durchfall und Lungenschäden kommen, warnt das Bundesamt für Risikobewertung. Schwindel, Taumel, überhöhte Speichelproduktion und depressive Gemütsveränderungen wurden bei Vergiftungen durch Teebaumöl bei Hunden und Katzen beobachtet.

Gynäkomastie

Eine US-amerikanische Studie machte vor ein paar Jahren Schlagzeilen: Der Kinderarzt Clifford Bloch hatte ungewöhnliches Brustwachstum, der Fachausdruck Gynäkomastie, bei drei Jungen beobachtet. Die Kinder im Alter von 4, 7 und 10 Jahren hatten Brüste entwickelt, nachdem sie täglich Kosmetikprodukte mit Teebaumöl und Lavendel verwendet hatten.

Im Rahmen einer Studie fanden sie heraus, dass Phytoöstrogene dafür verantwortlich waren. Dabei handelt es sich um pflanzliche Substanzen in Teebaumöl und Lavendel, die im Körper wie Hormone wirken. Deshalb empfehlen wir, dass Sie die tägliche Anwendung von Kosmetika bei heranwachsenden Jungen und Mädchen vermeiden. Teebaumöl scheint bei täglichem Kontakt in der Lage zu sein, das Gleichgewicht der Hormone zu stören. Gegner der Studie wiesen darauf hin, dass diese Einzelfälle keine klinischen Studien mit repräsentativen Teilnehmerzahlen ersetzen können.

Anbau und Herstellung

Teebaumöl wird in mehreren Ländern hergestellt. Australien ist das Ursprungsland, wo es bereits die Ureinwohner, die Aborigines zu medizinischen Zwecken verwendet haben. Mit 700 - 850 Tonnen ist Australien der größte Exporteur weltweit. Doch auch in China (~200 t), Kenia (~20 t), Zimbabwe (~20 t) und Südafrika (~35 t) wird Teebaumöl angebaut. In Kalifornien (USA), Neuseeland, Thailand und Malaysia gibt es ebenfalls kleinere Felder. Australisches Teebaumöl hat die bessere Qualität, da die Melaleuca alternifolia nicht nur beheimatet ist, sondern auch das beste "Know-how" für den Anbau und die Destillation vorhanden ist.

In den Hauptanbaugebieten Australiens – in South Wales und Queensland - wird der immergrüne Teebaum in Plantagen angebaut. Die Bäume stehen dort in dichten Reihen und werden häufig abgeerntet, so dass sie niedrig und buschförmig bleiben. Reines Öl wird nur aus den Sorten Melaleuca alternifolia und Melaleuca linariifolia gewonnen. Die Ernte stammt vom selben Feld und wird nicht mit Chargen von anderen Feldern gemischt.

Untersuchungen haben gezeigt, dass einige Länder (wie z. B. wie China) mehr Öl exportieren, als sie anbauen. Teebaumöl aus diesen Ländern ist nahezu garantiert verunreinigt. Laut Stefan Gafner dem wissenschaftlichen Direktor des gemeinnützigen ABC (American Botanical Council) sind die hohen Preise für reines Teebaumöl und die steigende Nachfrage der Grund für die absichtlich hervorgerufenen Verunreinigungen.

Ein weiterer Qualitätsfaktor ist die Art der Herstellung und dabei in erster Linie die Destillation. Diese sollte möglichst bei niedrigem Druck und ohne Auszugshilfsmittel erfolgen, um alle Inhaltsstoffe zu erhalten. Öle die mehrfach destilliert werden, sind nicht zu empfehlen, da sich der Anteil an Terpinen-4-ol so zwar künstlich in die Höhe treiben lässt, andere Inhaltsstoffe dadurch aber auf der Strecke bleiben. Bei einem wirklich hochwertigen Teebaumöl sollte der Terpinen-4-ol-Gehalt schon nach der ersten Destillation bei ca. 40% liegen. Wenn sich Hersteller einer mehrfachen Destillation bedienen, ist dies in der Regel ein Indikator für weniger hochwertiges Ursprungsmaterial oder einem Gemisch von minderwertigen Chargen.