Teebaumöl kommt traditionell aus Neuseeland und Australien, wo der Melaleuca alternifolia-Baum seinen Ursprung hat. Die Wirkung des Teebaums wurde schon vor über 1000 Jahren von den Aborigines eingesetzt um verletzte Krieger vor Infektionen zu schützen und Bauchschmerzen zu behandeln. Im Jahre 1770 wurde der Teebaum vom Botaniker Sir Joseph Banks entdeckt und in den Westen gebracht.

Teebaum Strauch

Doch erst im Jahre 1925 konnte der Chemiker Dr. A.R. Penfold die herausragend antibakterielle Wirkung nachweisen. Heute wird das Öl besonders bei Hautproblemen wie Akne, Pickel, Pilzkrankheiten, Herpes, Warzen, Mückenstiche und vieles mehr eingesetzt. In neueren Studien konnte es selbst multiresistente Bakterien restlos abtöten und bei Laborratten vorhandene Krebszellen deutlich reduzieren. Auch wenn das Öl zu den meist-untersuchten ätherischen Ölen gehört, werden noch weitere Untersuchungen nötig sein, um das volle Potenzial der über 150 verschiedenen chemischen Verbinungen bestimmen zu können.

Top 15 Tipps zur Anwendung

Hier finden Sie eine kurze Übersicht aller Anwendungsmöglichkeiten. Sie können jede einzelne auch nochmals im Detail auf unseren jeweiligen Unterseite nachlesen, was besonders hilfreich ist, wenn das Teebaumöl zur Anwendung mit anderen Substanzen wie ätherische Öle, Trägeröle oder mit Wasser gemischt werden soll. Auf unseren Unterseiten beschreiben wir die genaue Zusammensetzung und Herstellung von solchen Mischungen.

  1. Gegen Akne und Pickel 2 Tropfen Teebaumöl mit 10 ml Jojobaöl vermischen und auf die betroffenen Stellen tupfen.
  2. Bei Nagelpilz kann das Öl 2x am Tag pur auf den Nagel aufgetragen werden. Ein Verbesserung ist nach 1-2 Monaten zu erwarten.
  3. Um Fußpilz loszuwerden, kann man das Öl mit einem Trägeröl vermischen und auf die gewaschenen Füße auftragen. Danach kann man wie gewohnt Socken anziehen.
  4. Mitesser sollten mit einem Komedonenquetscher entfernt werden und anschließend mit verdünntem Teebaumöl desinfiziert werden, um eine weitere Entstehung zu verhindern.
  5. Warzen können ebenfalls mit Teebaumöl behandelt werden, indem man 1-2 Tropfen pur aufträgt. Erfolge sind aber nur sehr langfristig zu erwarten.
  6. Stark verdünnt kann das Öl z. B. gegen Scheidenpilz auch im Intimbereich engesetzt werden. Bitte Informieren Sie sich vor einer Anwendung ganz genau!
  7. Als Badezusatz wirkt es desinfizierend auf die Haut und anregend auf das Gemüt. Mit einem Emulgator können 30 - 50 Tropfen in das Badewasser gegeben werden.
  1. Bei Husten oder Halsschmerzen kann man 1-2 Tropfen Teebaumöl in ein Dampfbad geben und es Inhalieren.
  2. Gegen Zahnfleischentzündung & Mundgeruch kann man eine Teebaum-Mundspülung verweden.
  3. . Zum Zähneputzen kann man das Öl mit Kurkuma oder Aktivkohle vermischen, bis eine feste Paste entsteht. Diese kann man als Zahnpaste verwenden.
  4. Mückenstiche können sehr gut mit Teebaumöl behandelt werden. Dazu einfach einen Tropfen pur auf den Stich geben.
  5. Gegen Mücken und andere Ungeziefer kann man es auf die Kleinung und auf die Haare sprühen. Die meisten Insekten können den Geruch nicht aushalten.
  6. Bei Kratzern oder kleinen Hautverletzungen kann man mit 1-2 Tropfen eine Entzündung verhindern.
  7. Bei der Aromatherapie wird es gegen Angst, Unwohlsein, Müdigkeit und Konzentrationsstöhrungen eingesetzt.
  8. Für eine frische Wäsche kann man 2 Tropfen in die Waschmaschine oder in den Trocker geben.

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Warnhinweise

Teebaumöl ist ein hochkonzentriertes Naturmittel, dessen Wirkung schon lange Nachgewiesen ist. Vor der Anwendung sollten Sie unbedingt folgende Warnhinweise beachten.

  • Nicht bei Kindern unter 3 Jahren anwenden.
  • Vor der Anwendung unbedingt einen Verträglichkeitstest durchführen.
  • Kann bei unverdünnter Anwendung Juckreiz und Rötungen verursachen.
  • Teebaumöl oxidiert bei Sonneneinstrahlung. Oxidiertes Öl verursacht Pigmentflecken.
  • Kontakt mit Sonnenlicht nach der Anwendung vermeiden.
  • Augenkontakt unbedingt vermeiden. Wenn es dennoch passiert ist, sofort ausspülen.
  • Teebaumöl darf nicht eingenommen oder getrunken werden.
  • Nicht bei Katzen verwenden, diese vertragen kein Teebaumöl.
  • Auf keinen Fall ins Aquarium geben. Speziell für Wassertiere wirkt es toxisch.
  • Verwenden Sie nur Öl, dass über eine ISO 4730-2017-Zertifizierung verfügt.

Inhaltsstoffe und Chemische Zusammensetzung

Teebaumöl besteht zu knapp 40% aus Terpinen-4-ol, was die antibakterielle Wirkung weitgehend erklärt. Doch wie sich in einer Untersuchung von Dr. Christine Carson herausstellte, ist vor allem die komplexe Zusammensetzung des Öls bzw. der bisher 113 bekannten chemischen Verbindungen für die Wirkung verantwortlich. So wirkte es in seiner natürlichen Zusammensetzung um einiges effektiver gegen Bakterien, als isoliertes Terpinen-4-ol. Um die genaue Wirkungsweise der 113 Inhaltsstoffe und deren Wechselwirkung auch nur ansatzweise zu verstehen, sind viele weitere Untersuchungen nötig. Eine Übersicht der 15 wichtigsten Inhaltsstoffe ergibt sich aus dem ISO 4730-2017-Standard. Hier die Übersicht, der 15 Inhaltsstoffe nach ISO 4730-2017. Alle Angaben sind in %.

terpinen-4-ol - 35,0 - 48,0
γ-terpinene - 14,0 - 28,0
α-terpinene - 6,0 - 12,0
α-terpinolene - 1,5 - 5,0
α-terpineol - 2,0 - 5,0

α-pinene - 1,0 - 4,0
1,8-cineole - tr - 10,0
p-cymol - 0,5 - 8,0
aromadenrene - 0,2 - 3,0
δ-cadinene - 0,2 - 3,0

ledene - 0,1 - 3,0
limonene - 0,5 - 1,5
sabinene - tr - 3,5
globulol - tr - 1,0
viridiflorol - tr - 1,0