Teebaumöl gegen Flöhe, Läuse, Zecken und andere Ungeziefer

Australisches Teebaumöl hat sich in den vergangenen Jahren in vielen Haushalten als Universalmittel etabliert - kein Wunder, denn es wirkt nicht nur gegen Bakterien, Viren und Pilze, sondern bekämpft auch Ungeziefer aller Art zuverlässig und dabei chemiefrei. Hier erfahren Sie, wie Sie Teebaumöl gegen Läuse, Zecken und Flöhe einsetzen.

Teebaumöl gegen Ungeziefer

Teebaumöl gegen Läuse

Läuse sind kleine Parasiten, die sich ihre Opfer sehr genau aussuchen. Verschiedene Arten von Läusen befallen Menschen, Tiere und Pflanzen. 3 verschiedene Arten haben sich die Menschen als unfreiwillige Gastgeber ausgesucht:

  • Kopfläuse
  • Kleiderläuse
  • Filzläuse

Alle Läuse lieben unhygienische Lebensbedingungen, bei denen Menschen selten mit heißem Wasser in Berührung kommen. Die am meisten verbreitete Kopflaus befällt nur den Kopf. Lange Zeit war diese Art von Lausbefall in Deutschland fast unbekannt. Internationale Kontakte und Resistenzen gegen bisher übliche Mittel haben dazu geführt, dass Kopfläuse heute in Kindergärten und Schulen auf dem Vormarsch sind. Manchmal breitet sich das Ungeziefer epidemieartig aus, denn sie krabbeln von einem Kopf zum anderen. Wenn Kinder zusammen spielen, können die Kopfläuse schnell neue Wirte finden. Hilft Teebaumöl gegen Läuse? Diese Frage kann eindeutig mit Ja beantwortet werden. Herkömmliche Läusemittel vertrauen auf Chemikalien, die für Menschen nicht unbedenklich sind. Mit Teebaumöl vertreiben Sie die unerwünschten Gäste zuverlässig ohne Risiken für die Gesundheit.

Läuse und Nachkommen beseitigen
Die Behandlung von Kopfläusen erstreckt sich immer über mindestens 2 Wochen, weil die Tierchen emsig Eier legen, aus denen nach ca. 10 Tagen neue Läuse schlüpfen. Bevor Sie etwas unternehmen, sollten Sie zweifelsfrei prüfen, ob tatsächlich ein Befall mit Kopfläusen vorliegt. Dafür breiten Sie ein weißes Blatt Papier auf dem Boden aus, beugen sich darüber und kämmen oder schütteln Ihre Haare. Fallen kleine, dunkle Tierchen auf das Papier ist eine Behandlung unumgänglich. Läuse sind etwa 3 mm groß und haben 6 Beine mit Klauen. Sie saugen mehrmals täglich Blut und verursachen dabei durch ihren Speichel heftiges Jucken. Um Läuse und deren Eier, die sogenannten Nissen, endgültig zu entfernen, müssen Sie die Behandlung mehrmals durchführen. Nur so können Sie sicher sein, dass Sie alle Läuse und deren Nachkommen beseitigt haben.

Bevor Sie Läuse mit Teebaumöl bekämpfen, sollten Sie einen Verträglichkeitstest machen. Reiben Sie etwas mit Öl verdünntes Teebaumöl auf die Haut an der Innenseite der Arme. Wenn sich nach 1 Stunde keine Nebenwirkungen zeigen, können Sie Teebaumöl ohne Bedenken verwenden.

Läuse mit Teebaumöl vertreiben
Um auf Nummer Sicher zu gehen, behandeln Sie Ihren Kopf auf mehrere Arten. Die Dosierung sollten Sie auf keinen Fall zu niedrig wählen. Mischen Sie 2 Esslöffel Trägeröl mit 20 Tropfen Teebaumöl und massieren Sie diese Mischung in Ihren Kopf ein. Als Trägeröl eignen sich, unter anderem:

  • Kokosöl
  • Olivenöl
  • Jojobaöl
  • Hanföl
  • Hagebuttenöl

Lassen Sie das Öl ½ Stunde lang einwirken und geben Sie dann zu einer Portion Ihres Shampoos 5 Tropfen Teebaumöl und waschen Ihre Haare. Anschließend kämmen Sie Ihre Haare mit einem Läusekamm, den Sie in der Apotheke bekommen. Wenn Sie diese Therapie 4 mal im Verlauf von 2 Wochen durchführen, sollten die läuse verschwunden sein. Auch Kleiderläuse und Filzläuse können Sie auf diese Art und Weise vernichten.

Pflanzen vor Blattläusen schützen
Bei Pflanzen nisten sich Blattläuse in erster Linie an der Blattunterseite ein. Rosen, Oleander, Hibiskus: Blattläuse können fast alle Pflanzen befallen. Pflanzensaft saugende Blattläuse führen nicht nur zu verkrüppelten Blättern und Blüten, sie schwächen die Pflanze auch, sodass andere Krankheiten sich rasch verbreiten können. Teebaumöl ist ein wirksames Mittel, diese lästigen Parasiten loszuwerden. Am einfachsten geht es mit einer Sprühlösung. Mischen Sie dafür 1 Liter Wasser mit 15 Tropfen Teebaumöl und 1 Esslöffel flüssige Schmierseife. Sprühen Sie die Pflanze mit dieser Lösung mehrmals ein, bis sich alle Blattläuse verabschiedet haben. Experten empfehlen, im Garten einen Stickstoffdünger zur Vorbeugung gegen Blattläuse zu verwenden. Pflanzen Sie zwischen Ihre Blühpflanzen Bohnenkraut und Lavendel! Ihr Aroma wehrt Blattläuse ebenfalls ab.

Teebaumöl gegen Flöhe

Flöhe sind Parasiten, die den Menschen nur im Notfall befallen. Allerdings lieben sie Hunde und Katzen. Von den Haustieren können Flöhe abspringen und sich in Teppichen und Polstermöbeln einnisten. Die bis zu 4,5 mm großen Insekten können einen Meter weit springen. Sie leben 1½ Jahre lang und legen dabei ständig Eier, aus denen 4 Wochen später neue Flöhe schlüpfen, die sich sofort auf die Suche nach einem Wirt machen. Sie bespringen Mensch oder Tier oder warten im Teppich auf ihr nächstes Opfer. Flohbisse jucken sehr stark und hinterlassen viele rote, juckende Quaddeln am ganzen Körper, da Flöhe immer mehrmals beißen.

Sie können den Juckreiz von Flohbissen mit verdünntem Teebaumöl verringern. Mischen Sie dafür 3 Tropfen Teebaumöl in 1 Teelöffel Trägeröl, zum Beispiel Jojobaöl, Kokosöl, Olivenöl, Hanföl oder Hagebuttenöl.

Um Flöhe aus Teppichen und Polstermöbeln zu vertreiben, können Sie befallene Textilien mit einer Teebaumöl-Lösung besprühen. Dafür sollte die Dosierung - wie bei den Läusen - nicht zu sparsam ausfallen, um 100-prozentig zu wirken. Mischen Sie 1 Liter Wasser mit 30 ml Teebaumöl und 1 Esslöffel Schmierseife und besprühen Sie die Oberfläche der Objekte, bis sie feucht sind. Anschließend lassen Sie sie trocknen.

Flohhalsband für Hunde

Bei Haustieren sollten Sie Teebaumöl nur mit äußerster Vorsicht einsetzen. Katzen vertragen Teebaumöl überhaupt nicht, da ihr Organismus diese Substanz nicht verarbeiten kann und sie deshalb schnell eine Vergiftung erleiden. Hunde dagegen sind etwas robuster. Dennoch müssen Sie aufpassen, dass Ihr vierbeiniger Liebling das Teebaumöl auf keinen Fall aufleckt.

Um Flöhe bei Hunden zu bekämpfen, können Sie selbst ein Flohhalsband herstellen. Mischen Sie dafür 2 Esslöffel Salzwasser mit 5 Tropfen Teebaumöl. Geben Sie diese Lösung auf ein Baumwolltuch oder ein Halsband aus Textilien und befestigen Sie es am Hals Ihres Hundes. Der Geruch des Teebaumöls vertreibt die Flöhe, deshalb sollten Sie anschließend am besten einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen. Nach 1 bis 2 Stunden können Sie das Halsband wieder abnehmen und die Prozedur wiederholen, wenn sich Ihr Hund erneut auffällig kratzt. Außerdem können Sie Flöhe mit Shampoo von Ihrem Hund vertreiben, dem Sie Teebaumöl zugesetzt haben. Dieses Shampoo hilft auch gegen Vogelmilben, die sich manchmal auf Hunden niederlassen.

Teebaumöl gegen Zecken

Zecken sind Blutsauger, die gefährliche Krankheiten übertragen können, unter anderem Hirnhautentzündung (Frühsommer-Meningoenzephalitis) und Lyme-Borreliose. Zecken können bis zu 5 Jahre alt werden und verbringen den größten Teil Ihres Lebens mit Warten auf ein Opfer. Eine hungrige Zecke ist so klein, dass sie kaum auffällt. Wenn sie sich mit Blut voll gesaugt hat, ist sie dagegen kaum zu übersehen.

Bei einem Spaziergang in der Natur können Sie leicht eine Zecke auffangen. Wenn das Insekt einen Gastgeber erwischt hat, verbringt es bis zu 1 Stunde mit der Suche nach dem geeigneten Angriffspunkt. Dunkle Stellen, an denen die Haut leicht feucht ist, lieben sie besonders. Kniekehlen, die Falten hinter dem Ohr und die Schamgegend sind die Bereiche, die Zecken beim Menschen bevorzugen. Deshalb sollten Sie nach jedem Spaziergang und jeder Wanderung Ihre Haut nach Zecken absuchen.

Bei einem Zeckenbiss gilt es, zunächst Ruhe zu bewahren - dennoch sollten Sie die Zecke so schnell wie möglich entfernen. Das ideale Werkzeug zum Entfernen der Zecke ist eine spezielle Zeckenzange, mit der Sie das Insekt herausziehen. Zunächst betäuben Sie die Zecke, indem Sie etwas verdünntes Teebaumöl auf den prallen Körper auftropfen. Lassen Sie das Teebaumöl 1 Minute einwirken, anschließend ziehen Sie das Insekt aus der Haut. Wenn die Zecke feststeckt, können Sie den Körper auch herausdrehen. Den Biss behandeln Sie anschließend mit verdünntem Teebaumöl in der üblichen Dosierung für Wunden und Insektenbisse, 3 Tropfen auf 1 Teelöffel Trägeröl. Wenn nach einem Zeckenstich Fieber, Kopfschmerzen oder Erschöpfungszustände auftreten, sollten Sie unbedingt sofort zum Arzt gehen.