Teebaumöl für Duftlampe & Diffusor | Dosierung und Wirkung

Teebaumöl verbreitet ein charakterstarkes Aroma, das die Psyche auf vielfältige Weise beeinflusst und gleichzeitig die Raumluft desinfiziert. Allerdings scheiden sich am Geruch von Teebaumöl die Geister: Manche empfinden die Töne von Harz und potenten Terpenen als angenehm, andere dagegen können den intensiven Geruch nicht ausstehen.

Duftlampe

Für diese Menschen bieten sich Mischungen mit anderen ätherischen Ölen an. Hier erfahren Sie, wie Sie Teebaumöl in der Duftlampe und im Diffusor verwenden können.

Teebaumöl: Teil der Traumzeit

Die Aborigines, die Ureinwohner Australiens, benutzen Teebaumöl bereits seit über 1000 Jahren. Für sie gehört der Teebaum, ein Myrtengewächs, zu den mythischen Pflanzen der Traumzeit, die außerhalb der materiellen Dimension unser Universum hervorbringt. Für die Aborigines verkörpert der Teebaum Stärke und Durchsetzungskraft. In der Aromatherapie gilt Teebaumöl neben Lavendel als das vielseitigste ätherische Öl, das sich in Duftlampen und Diffusoren gut mit anderen Aromen zu interessanten Düften vereinen lässt.

Teebaumöl und die Psyche

Die Rezeptoren für Duftstoffe in der Nase sind direkt mit dem Gehirn verbunden. Das erklärt, warum Düfte so rasch ihre psychische Wirkung entfalten. Wissenschaftler an der Universität in Bochum bewiesen in einer wissenschaftlichen Studie, dass z.B. Jasmin ebenso beruhigt wie Barbiturate und das ungemein starke Propofol.

Nach dem Prinzip ‘Wie oben, so unten’ lassen sich offensichtlich die physikalischen Wirkungen des Teebaumöls auch auf die Psyche übertragen. So wie Teebaumöl auf der körperlichen Ebene das Immunsystem stärkt und Krankheitserreger aller Art abwehrt, nährt es auch die geistige Dimension unseres Daseins. In der Aromatherapie fördert das Selbstvertrauen, richtet auf, gibt Lebensfreude und vergrößert die Widerstandskraft. Ängstliche Menschen erhalten von dem Duft Kraft und den Mut, ihre Meinung auch öffentlich zu vertreten. Darüber hinaus desinfiziert Teebaumöl in der Duftlampe die Raumluft und vertreibt Insekten.

Duftlampe oder Diffusor?

Eine Duftlampe funktioniert mit einem Teelicht und ist die Low-Tech-Variante, um ätherische Öle im Raum zu verteilen. Die Lampe besteht aus zwei Teilen: Einer Halterung für das Teelicht und einer Schale, die Sie mit Wasser befüllen und in die Sie das ätherisches Öl tropfen. Bei der Auswahl einer Duftlampe sollten Sie darauf achten, dass der Abstand zwischen der Flamme und der Schale mit den Aromen mindestens 10 cm beträgt. Ist die Distanz zu kurz, wird das Wasser zu heiß und die ätherischen Öle brennen sich in der Schale fest. Eine Duftlampe hat den Vorteil, dass Sie stimmungsvolles Licht verbreitet. Allerdings muss sie häufig nachgefüllt werden, weil die ätherischen Öle meist innerhalb einer Stunde verfliegen.

Teebaumöl und andere ätherische Öle können Babys und Kleinkinder gefährden und sollten deshalb nicht in ihrer Nähe eingesetzt werden.

Langer Betrieb, feiner Wasserdampf

Ein Diffusor oder Vernebler dagegen setzt auf Ultraschall. Dabei gibt es zwei verschiedene Funktionsarten: Mit und ohne Wasser. Ein Diffusor, der mit Wasser arbeitet, versetzt eine Mischung von Wasser und ätherischen Ölen in Schwingungen von bis zu 3 Mhz. Dafür ist meist eine rotierende Scheibe im Wasserbehälter eingebaut, die das Wasser in kleinste Tröpfchen zerstäubt. Dieser Nebel ist so fein, dass er nicht nur über die Nase, sondern auch über die Haut aufgenommen wird. Einen Diffusor können Sie mehrere Stunden lang betreiben, da sie sehr leise arbeiten und ihr Betrieb kaum wahrgenommen wird.

Allerdings kann es vorkommen, dass sich um den Diffusor herum ein Feuchtigkeitsfilm auf den Möbeln niederschlägt. Da Leitungswasser in der Bundesrepublik häufig viel Kalk enthält, kann dies bei häufigem Gebrauch zu Kalkresten führen. Beim Kauf sollten Sie deshalb darauf achten, dass Sie den Diffusor leicht reinigen können.

Während Sie einen mit Wasser arbeitenden Diffusor schon für wenige Euro bekommen, müssen Sie für Diffusoren ohne Wasserzugabe etwas tiefer in die Tasche greifen. Sie arbeiten mit einer Pumpe und Nanodüsen, die ätherisches Öl in feine Partikel zerteilen und in der Raumluft zerstäuben. Diese Diffusoren können Sie in Bereichen einsetzen, in denen zu hohe Raumfeuchtigkeit ein Problem ist, zum Beispiel in Altbauten mit Wänden, die zu Schimmelbildung neigen. Vorsicht ist allerdings bei ätherischen Ölen geboten, die zähflüssig sind. Sie können diese Diffusoren verstopfen. Mittlererweile gibt es Diffusoren, die Sie mit Amazons Digital Assistent Alexa steuern können.

Mischungen mit Teebaumöl

Folgende Rezepte mit Teebaumöl eignen sich für die Duftlampe und den Diffusor.

Kraft schöpfen bei einem entspannenden Abend:

  • 2 Tropfen Teebaumöl
  • 3 Tropfen Lavendel fein
  • 2 Tropfen Bergamotte
  • 1 Tropfen Rosenöl

Durchstarten in einen anregenden Nachmittag:

  • 3 Tropfen Palmarosa
  • 3 Tropfen Orange
  • 1 Tropfen Zimt
  • 1 Tropfen Teebaumöl

Erste Hilfe bei Erkältung:

  • 3 Tropfen Teebaumöl
  • 2 Tropfen Eukalyptusöl
  • 1 Tropfen Pfefferminze
  • 1 Tropfen Zitrone
  • 1 Tropfen Thymian

Kein Ort für Insekten:

  • 2 Tropfen Teebaumöl
  • 2 Tropfen Zedernöl
  • 2 Tropfen Lavendelöl
  • 1 Tropfen Vetiver
  • 1 Tropfen Pfefferminze

Quellen

Olga A. Sergeeva, Olaf Kletke, Andrea Kragler, Anja Poppek, Wiebke Fleischer, Stephan Roger Schubring, Boris Goerg, Helmut L. Haas, Xin-Ran Zhu, Hermann Luebbert, Guenter Gisselmann, and Hanns Hatt: Fragrant dioxane derivatives identify β1 subunit-containing GABA(A) receptors. J. Biol. Chem. jbc.M110.103309First Published on May 28, 2010, doi:10.1074/jbc.M110.103309

Quellen

In dieser Studie wurden die Anzahl der peripheren Blutzellen und Lymphozyten gemessen. Bei der ersten Gruppe wurden reguläre Trägeröle verwendet, während bei der zweiten Gruppe ätherische Öle wie Lavendelöl, Zypressenöl und süßer Majoran verwendet wurden. In der zweiten Gruppe konnten anschließend erhöhte Werte von Lymphozyten, speziell CD8+ Lymphozyten, festgesellt werden. Vereinfacht gesagt, eine gesteigerte Immunaktivität. Die Studie legt also nahe, dass Aromatherapie das Immunsystem aktiviert, wobei noch weitere Studien nötig sind, um genaueres zu sagen.

Autoren: Hiroko Kuriyama, Satoko Watanabe, Takaaki Nakaya, Ichiro Shigemori, Masakazu Kita, Noriko Yoshida, Daiki Masaki, Toshiaki Tadai, Kotaro Ozasa, Kenji Fukui, and Jiro Imanishi
Ort, Datum: Kyoto, Japan | Apr. 2005
Institut: Kyoto Prefectural University of Medicine
Quelle: Link zur Studie

Leiter, Epidemiology Radiation Effects Research Foundation

Professor an der Graduate School of Education, Okayama University

Kyoto Prefectural University of Medicine Graduate School of Medical Science

Professor an der Kyoto Prefectural University of Medicine

Es wurden Mütter auf postpartale Depression oder Stimmungsschwankungen befragt und anschließend für mehrere Tage mit einer Aromatherapie-Massage behandelt. Die Stimmungsschwankungen, Angstgefühle sowie die Mutter-Kind-Beziehung war dabei nach eigenen Angaben der Mütter besser, als in der Kontrollgruppe, wo nur die reguläre Nachbehandlung ohne Aromatherapie durchgeführt wurde. Die Studie legt nahe, dass Stimmungsschwankungen und Angstgefühle durch Aromatherapie verbessert werden können.

Autoren: Imura M, Misao H, Ushijima H.
Ort, Datum: Tokio, Japan | Mär. 2006
Institut: Medical Sciences, University of Tokyo
Quelle: Link zur Studie

Professorin am Japanese Red Cross College of Nursing

Professor für Developmental Medical Sciences an der University of Tokyo